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Australian Kelpie » Rassebeschreibung

Widerristhöhe: Rüden 46 – 51 cm / Hündinnen 43 – 48 cm
Gewicht: beide 11 – 20 kg
Lebenserwartung: 12 – 14 Jahre
Herkunft: Australien
Art: Hütehunde / Treibhunde
Charakter: der Australian Kelpie ist intelligent, aufmerksam, arbeitswillig, treu, agil
Farben: falbfarben, rauchblau, schokobraun, rot, rot und loh, schwarz, schwarz und loh

Verhalten und Wesen vom Australian Kelpie

Der Australian Kelpie weißt aufgrund seiner enormen Energie einen sehr hohen Bewegungsdrang auf. Er möchte, dass man ihn täglich körperlich und geistig fordert. Insbesondere möchte er einer Arbeit nachgehen können.

Er ist ein sehr treuer Begleiter und kommt mit seinen Artgenossen in der Regel gut klar. Manche Kelpies zeigen sich Fremden gegenüber erst misstrauisch, wobei sich andere von Anfang an freundlich und aufgeschlossen präsentieren.

Ursprung und Geschichte

Der Ursprung der Australian Kelpies liegt bei einer Collie-Hündin mit dem Namen Kelpie. Dies bedeutet auf Gälisch „Geist des Wassers“. Die Hündin ist aber nicht mit den heutigen Collies zu vergleichen, da „Collie“ in England früher als Überbegriff für Hütehunde verwendet wurde.

Kelpie wurde ungefähr im Jahr 1870 von England nach Australien gebracht, wo sie bei Hüte-Wettbewerben sehr erfolgreich war. Aufgrund des Erfolges wollte jeder einer ihrer Welpen haben, wodurch die australischen Hunde weitgehend bekannt wurden.

Welche Rassen genau mit dem Nachwuchs der Hundedame Kelpie eingekreuzt worden sind, ist nicht genau klar. 1989 erkannte man dann die Rasse offiziell unter dem Namen „Australian Kelpie“ an.

Unterschied zum Working Kelpie (WK)

Beim Working Kelpie ist der Hütetrieb das wichtigste Kriterium bei der Zucht, wobei dies beim Australian Kelpie eher ein nebensächliches Kriterium darstellt und er heute oftmals als Allrounder angesehen wird.

Es sind dabei beide durchaus lebendige, aktive, wendige und total liebevolle Hunde.

Haltungsempfehlung

Der Australian Kelpie eignet sich aufgrund seiner gutmütigen und treuen Art gegenüber Kindern und Erwachsenen hervorragend als Familienhund. Wichtig dabei ist aber, dass der Rasse genügend Auslauf und Beschäftigung im Alltag geboten wird.

Weiterhin ist eine klare und konsequente Erziehung sehr wichtig, weshalb die australischen Hunde weniger als Ersthunde geeignet sind. Sie hinterfragen die meisten Kommandos erst einmal und suchen sich selber eine Aufgabe, sobald sie Langeweile verspüren.

Für eine kleine Stadtwohnung ist der Kelpie eher weniger geeignet, da er ein wahres Bündel an Energie ist. In einer solchen Wohnung fehlt ihm dann der gewünschten Bezug zur Natur und der Freiheit.

Für die Haltung der Rasse eignet sich eine Wohnung mit Garten oder sogar einem Bauernhof deutlich besser. Aufgrund seines Ursprungs hat er einen sehr hohen Hüteinstinkt, weshalb die Menschen ihn noch heute sehr oft als Hütehund einsetzen.

Die Australian Kelpies sind im Großen und Ganzen sehr verschmuste Hunde. Sie haben aber durchaus auch eine eigenständige Art und müssten nicht immer in der Nähe der Liebsten sein, weshalb sie auch gerne einmal draußen unter freiem Himmel schlafen. Eine Zwingerhaltung kommt bei der Rasse aber nicht in Frage.

Beschäftigungs­möglichkeiten

Der Kelpie ist nahezu für jede Hundesportart zu begeistern. Hier ein paar Beispiele, bei denen sich der Australian Kelpie sehr wohl fühlt:

Auch als Suchhund, Begleithund oder bei anderen Ausbildungen ist der Kelpie gern gesehen.

Krankheiten

Es gibt einige Erkrankungen, die beim Australian Kelpie vermehrt auftreten können. Da es sich bei vielen dieser um Erbkrankheiten handelt, dürfen betroffene Tiere nicht zur Zucht verwendet werden.

Ellbogendysplasie (ED)

Bei der Ellbogengelenksdysplasie handelt es sich um eine Fehlbildung des Ellbogengelenkes. Dieses ist aufgrund

  • ausufernder Belastungen,
  • einer extremen Wachstumsphase,
  • nicht richtiger Ernährung,
  • zu intensiven Spaziergängen
  • oder zu viel Treppensteigen

überlastet.

Symptome dafür sind erste Anzeichen einer Lähmung oder eine außergewöhnliche Auswärtsstellung der Vorderpfoten. Mehr Infos über Ellbogendysplasie findest Du hier.

Epilepsie

Auch Epilepsie ist eine Krankheit, die immer mehr beim Australian Kelpie vorkommt. Leider ist die Krankheit bis jetzt nicht vollständig erforscht.

Es steht aber fest: Behandelt man den Hund mit Medikamenten und Therapien, dann erreicht man eine deutliche Minderung der Zahl der Anfälle und deren Stärke.

Farbmutantenalopezie (CDA)

Bei einer Farbmutantenalopezie, kurz CDA, handelt es sich um eine vererbbare Hauterkrankung. Diese entsteht dabei durch einen Gendefekt.

Die Folge davon ist eine Farbveränderung von einzelnen Hundehaaren, die dann wiederum zu Haarausfall und schuppen, bis hin zu Entzündungen führen kann. Mehr Infos über die Farbmutanten Alopezie findest Du hier.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne. Das wiederum kann dann in erheblichen Schwierigkeiten resultieren. Die Krankheit ist vererbbar und bereits bei zahlreichen Hunderassen anzutreffen.

Ist die Erkrankung genetisch bedingt, kann man mit einer ausgewogene Ernährung dagegen vorbeugen. Mehr Infos über Hüftgelenksdysplasie findest Du hier.

Progressive Retina Atrophie (PRA)

Hierbei handelt es sich um eine vererbte Netzhauterkrankung, welche in jedem Fall zu einer Erblindung führt. Grund dafür sind die sogenannten Fotorezeptoren, welche nicht mehr korrekt funktionieren. Dadurch wird die Netzhaut dünner und es kommt zum Verlust des Sehvermögens. Mehr Infos über PRA findest Du hier.

Zerebelläre Abiotrophie (CA) / Cerebelläre Abiotrophie

Die Zerebelläre Abiotrophie heißt im Englischen Cerebellar Abiotrophy, CA.  Es ist eine genetisch bedingte Erkrankung, die auch bei Hunden vorkommen kann. Bei dieser stirbt das Kleinhirn langsam ab. Betroffen ist der Teil des Gehirns, der für die Motorik des Tieres steuert.

Faktisch sterben dabei die Purkinje-Zellen im Kleinhirn ab. Die Krankheit lässt sich nur mit Hilfe eines Gentests in Form eines Speicheltests vom Tierarzt diagnostizieren.

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