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Hüftgelenksdysplasie (HD)

Was ist eine Hüftgelenksdysplasie?

Bei einer Hüftgelenksdysplasie handelt es sich um eine vererbbare Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Ausgelöst wird diese durch eine Schädigung der Kollagenfasern in der Gelenkkapsel des Hundes. Die Gelenkkapsel wird aufgrund der Beschädigung nicht mehr genügend stabilisiert, wodurch es zu einer Überdehnung kommt. Als Folge rutscht der Oberschenkelkopf aus der Gelenkpfanne, was zu einer Instabilität beim Gehen führt. Eine sogenannte Hüftgelenksdysplasie ist für den Hund sehr schmerzhaft, da oft eine Entzündung (Arthritis) die Folge ist. Wird die Krankheit nicht früh genug erkannt, wird der Gelenkknorpel durch Bewegung immer mehr zerstört, was zu einer Arthrose führen kann.

Hundegelenke

Diagnose

Die Diagnose kann nur mithilfe einer speziellen Röntgenaufnahme beim Tierarzt erstellt werden. Dabei liegt der Hund auf dem Rücken und die Hinterbeine werden nach hinten gestreckt. So entspannen sich die Muskeln des Hundes und er verspürt keinen Schmerz. Wird auf dem Röntgenbild eine der folgenden Punkte festgestellt, muss von einer HD-Erkrankung ausgegangen werden.

  • der Kopf des Oberschenkelknochens liegt nicht tief in der Gelenkpfanne
  • die Gelenkpfanne ist aufgrund der Abnutzung abgeflacht
  • der Hals des Oberschenkelkopfes ist dicker als gewöhnlich
  • der sogenannte „Norberg-Winkel“ ist kleiner als 105 Grad
  • Anzeichen einer Arthrose sind erkennbar

Eine Hüftgelenksdysplasie wird in verschiedene Grade unterteilt. Hier eine Auflistung davon:

  • A = kein Hinweis auf eine HD
  • B = fast normale Hüftgelenke
  • C = leichte HD
  • D = mittlere HD
  • E = schwere HD

Behandlung

Welche Behandlung eingesetzt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Grösse, das Alter, das Gewicht und die Aktivität des Hundes. Eine Therapie zur vollständigen Behandlung gibt es bis jetzt aber leider nicht. Es gibt jedoch zwei verschiedene Therapiemöglichkeiten, die dem Hund das Leben mit HD vereinfachen können.

Konservative Therapie

Zu dieser Behandlungsart gehören folgende Formen:

  • Akupunktur
  • Aktivitäten Kontrolle
  • Bestrahlung
  • Diät
  • Gewichtsreduktion
  • Homöopathische Behandlung
  • Medikamentöse Behandlung
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Physiotherapie (Wasser-, Massage-, Bewegungs-, Ultraschalltherapie)

Chirurgische Therapie

Hier wird zwischen zwei verschiedenen Formen unterschieden:

  • Operation bei Junghunden, welche weiterhin eine gewisse Leistung erbringen müssen
  • Operation bei Senioren, welche oftmals auch unter Arthrose leiden und auf eine konservative Therapie nicht mehr so gut ansprechen

Vorbeugung

Die Krankheit selbst lässt sich – wenn sie genetisch bedingt ist – nicht vorbeugen. Es gibt aber drei wichtige Faktoren, die unbedingt beachtet werden müssen:

Aktivitäten Kontrolle

Ganz am Anfang solltest Du darauf achten, dass Dein Welpe die ersten 4 Monate keine Treppen steigen darf und die Spazierzeit von 15 Minuten nicht überschritten wird. Bei  beiden Aktionen kann es sehr schnell zu einer Bänderüberdehnung oder Gelenksüberlastung kommen. Die Belastung muss deshalb besonders im Welpenalter schrittweise vergrössert werden, damit sich die Gelenke des Hundes an die Bewegung gewöhnen können.

Wachstumsgeschwindigkeit

Besonders im Welpenalter solltest Du auf eine korrekte Futtermenge achten! Die zur Verfügung gestellte Futtermenge hat einen grossen Einfluss auf die Schnelligkeit des Wachstums. Erhält ein Welpe mehr Futter als vorgesehen, wachsen seine Knochen und Gelenke schneller, wodurch sich die Muskeln nicht richtig entwickeln können. Die Folge davon sind instabile Gelenke.

Vererbung

Es ist ganz wichtig, dass vor einer Züchtung beide Tiere auf verschiedenste Krankheiten getestet werden. Auch HD ist eine vererbbare Krankheit, weshalb ein Hund mit einer C-Dysplasie nicht für die Zucht empfohlen wird und Hunde mit den Graden D und E für eine Zucht vollkommen ausgeschlossen werden.

Häufig betroffene Rassen

Von einer Hüftgelenksdysplasie können grundsätzlich alle Hunderassen sowie auch Katzen betroffen sein. Es hat sich aber gezeigt, dass vor allem Junghunde und grössere Rassen öfters von dieser Krankheit betroffen sind als kleinwüchsige Hunde.

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