Startseite / Hunderassen / Berner Sennenhund » Rassebeschreibung
Berner Sennenhund

Berner Sennenhund » Rassebeschreibung

Widerristhöhe: Rüden 64 – 70 cm / Hündinnen 58 – 66 cm
Gewicht: Rüden 45 – 55 kg / Hündinnen 35 – 45 kg
Lebenserwartung: 8 – 12 Jahre
Herkunft: Schweiz
Art: Wachhund, Treibhund, Zughund
Charakter: der Berner Sennenhund ist ausgeglichen, wachsam, gutmütig, treu, anhänglich
Farben: schwarz-weiß-braun

Verhalten und Wesen vom Berner Sennenhund

Der Berner Sennenhund ist ein sehr friedlicher Hund, welcher mit Mensch und Tier sehr gut zurecht kommt. Die Rasse ist eher ruhig und keineswegs angriffslustig. Auch heute noch wird die Rasse sehr oft auf dem Hof als Wachhund eingesetzt.

Ursprung und Geschichte

Der genaue Ursprung der Berner Sennenhunde ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Es gibt eine Theorie, die besagt, dass Römer die Hunde in die Gegend der heutigen Schweiz gebracht haben. Auf Basis alter Aufzeichnungen geht man davon aus, dass der heutige Berner Sennenhund vom Molosser abstammt.

Die Hauptaufgabe der großen Hunde war seinerzeit, die Lagerstätten der römischen Soldaten zu bewachen und zu verteidigen. Die starken Hunde kamen auch auf Wachtürmen zum Einsatz. Später setzen die Menschen diese Hunde überwiegend als Bewacher von Haus und Hof sowie als Viehtreiber, Zughund und Herdenschutzhund ein.

Früher hieß der Berner Sennenhund als „Dürrebächler“. Diesen Namen erhielt die Rasse vom Gasthof Dürrbach, welcher sich bei Riggisberg im Kanton Bern befindet. Die langhaarigen Hunde wurden dort besonders häufig angetroffen, sodass Züchter begannen, sich mit der Rasse zu beschäftigen.

Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts zeigten Züchter die heutigen Berner Sennenhunde auf Ausstellungen. Im Jahr 1907 gründete diese Züchter letztendlich den „Schweizer-Dürrbach-Club“. Ziel dieses Clubs war die Reinzucht der Rasse. So entstanden die ersten Rassenstandards.

Gut drei Jahre später stellten sie auf einer Hundeausstellung bereits 107 Hunde der gezüchteten Rasse vor. Weitere drei Jahre später, im Jahr 1913, erhielt der Hund dann seinen endgültigen Namen „Berner Sennenhund“. Ab diesem Zeitpunkt verbreitete sich die Rasse sehr schnell in der Schweiz und den umliegenden Ländern.

Die Bedeutung von Sennenhund

Nicht nur beim Berner Sennenhund befindet sich das Wort „Sennenhund“ im Namen. Doch wofür steht das Wort eigentlich? Der Begriff leitet sich von „Senn“ oder dem sogenannten „Alpenhirten“ ab. Alle Schweizer Bauernhunde, die beim Alm Auf- und Abtrieb der Viehherden aktiv und als Hütehunde auf der Alm tätig waren, hießen dabei immer Sennenhunde.

Weitere bekannte Sennenhunde sind:

Haltungsempfehlung

Der Berner Sennenhund ist ein sehr anhänglicher Hund, welcher immer in der  Nähe der Familie sein möchte. Da die Rasse keineswegs aggressiv ist, steht einer Haltung mit Kindern nichts im Weg.

Wichtig ist einfach, dass der Vierbeiner einen Ort hat, an dem er sich jederzeit zurückziehen kann. Eine Haltung im Zwinger kommt bei dieser Rasse aber nicht in Frage, da der Hund mit Einsamkeit nicht gut klarkommt.

Berner Sennenhunde brauchen viel Abwechslung im Alltag. Dazu gehören verschiedene Spiele, die den Kopf auslasten, spannende Spaziergänge aber auch herumalbern und knuddeln. Bekommt der Berner Sennenhund eine Aufgabe, erfüllt er sie mit großem Stolz.

Beschäftigungs­möglichkeiten

Der Berner Sennenhund ist aufgrund seiner vielfältigen Vergangenheit  für viele Ausbildungen geeignet. Beispielsweise sind das:

  • Begleithund
  • Breitenhund
  • Fährtensuche
  • Obedience
  • Rettungshund
  • Zughund

Aktivitäten wie Flyball, Agility oder ähnliche Dinge liegen ihm weniger. Der Grund ist einfach: es mangelt ihm an der nötigen Wendigkeit.

Krankheiten

Degenerative Myelopathie (DM)

Eine Degenerative Myelopathie ist eine fortschreitende Rückenmarkserkrankung, welche bei älteren Hunden auftritt. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, die die Zerstörung der Nervenhülle im Rückenmark bewirkt.

Hunde, die an dieser Erkrankung leiden, können die hinteren Beine nicht mehr richtig koordinieren. Sie heben die Pfoten nicht mehr korrekt und die Reflexe nehmen mit der Zeit ab. Die Krankheit führt letztendlich zu einer kompletten Lähmung der hinteren Gliedmaßen.

Ellbogendysplasie (ED)

Bei der Ellbogengelenksdysplasie handelt es sich um eine Fehlbildung des Ellbogengelenkes. Dieses ist aufgrund starker Belastung, einer extremen Wachstumsphase, falscher Ernährung, zu langen Spaziergängen oder starkem Treppensteigen überlastet.

Symptome dafür sind erste Anzeichen einer Lähmung oder eine ungewöhnliche Auswärtsstellung der Vorderpfoten. Hier findest du mehr Informationen über die Ellbogendysplasie bei Hunden.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne, was zu Schmerzen führen kann. Die Krankheit ist vererbbar und bereits bei vielen Hunderassen anzutreffen.

Ist die Erkrankung genetisch bedingt, lässt sich dieser durch eine ausgewogene Ernährung entgegen wirken. Hier findest Du mehr Informationen zur  Hüftgelenksdysplasie bei Hunden.

Magendrehung

Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen einmal um die eigene Achse. Als Folge werden Blutgefäße sowie Mageneingang und -ausgang abgeschnürt. Insbesondere große Rassen sind davon betroffen. Hier findest du mehr Informationen zur Magendrehung bei Hunden.

Maligne Histiozytose

Hierbei handelt es sich um eine vererbbare bösartige Tumorerkrankung. Sogenannte Histiozyten (Abwehrzellen) entarten im Körper und es bilden sich metastasierende Tumore.

Sämtliche Organe können von den Metastasen befallen sein. Da sich die Krankheit sehr schnell und unkontrolliert im Körper verbreitet und lebenswichtige Organe betroffen sind, führt die Krankheit oftmals innerhalb kurzer Zeit zum Tod.

Chronische Niereninsuffizienz (CNI)

Bei einer chronischen Niereninsuffizienz lässt die Funktion der Niere nach. Dieses Organ hat die Aufgabe, Giftstoffe aus dem Blut zu filtern und Wasser zu speichern. Arbeitet die Niere nicht mehr richtig, gelangen Giftstoffe in den Körper und es kommt zu einer Harnvergiftung.

Weiterhin trocknet der Hund aufgrund des Wasserverlustes aus. Das geschädigte Gewebe regeneriert sich nicht mehr. Die Niereninsuffizienz kann aber mittels Infusionen und einer Futterumstellung gestoppt werden. Hier findest du weitere Informationen zur  Chronischen Niereninsuffizienz bei Hunden.

Osteochondrose dissecans (OCD) 

Leidet der Hund an einer Osteochondrose dissecans, bedeutet dies, dass das Skelett des Tieres von einer Entwicklungsstörung betroffen ist. Genauer gesagt, entwickelt sich der Knochen aufgrund einer Fehlbildung des Knorpels nicht korrekt, was zu einer Gelenkknorpelablösung führt.

Abbauprodukte werden freigesetzt und es entstehen starke Entzündungen. Hier findest du weitere Informationen über OCD bei Hunden.

Dir gefällt der Artikel? Dann bewerte ihn und teile ihn mit Deinen Freunden!
[Bewertungen insgesamt: 11 Durchschnitt: 4.6]

Das könnte dir auch gefallen:

Bichon Frisé

Bichon Frisé » Rassebeschreibung des Hundes

Widerristhöhe: 23 – 30 cm Gewicht: ca. 5 kg Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre Herkunft: …