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Grosser Schweizer Sennenhund » Rassebeschreibung

Widerristhöhe: Rüden 65 – 72 cm / Hündinnen 60 – 68 cm
Gewicht: Rüden 60 – 70 kg / Hündinnen 40 – 60 kg
Lebenserwartung: 10 – 12 Jahre
Herkunft: Schweiz
Art: Wachhund, Treibhund, Zughund
Charakter: ein Grosser Schweizer Sennenhund ist freundlich, beschützend, selbstbewusst, liebevoll
Farben: schwarz-weiß-braun (tricolor)

Verhalten und Wesen

Der Grosse Schweizer Sennenhund ist ein ruhiger, treuer, gutmütiger und vor allem selbstständiger Hund, welcher die eigene Familie und dessen Eigentum mit seinem großem Schutzinstinkt beschützt.

Aggressionen treten bei dieser Rasse im Normalfall nicht auf. Der Schweizer Sennenhund liebt es, in der Natur zu sein und gleichzeitig seine Familie in der Nähe zu wissen. Fremden gegenüber ist der Hund am Anfang eher zurückhaltend.

Ursprung und Geschichte

Der genaue Ursprung der Sennenhunde ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Es gibt aber eine Theorie, die besagt, dass Römer die Hunde in die Gegend der heutigen Schweiz gebracht haben. Aufgrund von älteren Schriftstücken geht man davon aus, dass die heutigen Sennenhunde vom Molosser abstammen.

Die Aufgabe der großen Hunde bestand damals darin, das Lager der Römer zu bewachen und zu verteidigen. Weiterhin wurden die kräftigen Hunde auch für den Einsatz auf Wachtürmen verwendet. Später wurden die dreifarbigen Hunde vermehrt als Bewacher von Haus und Hof sowie als Viehtreiber, Zughund und Herdenschutzhund eingesetzt.

Im Jahr 1908 entdeckte ein Schweizer Kynologe auf einer Hundeausstellung einen grossen Berner Sennenhund, der jedoch nicht wie gewohnt langes, sondern eher kurzes Stockhaar trug. Professor Albert Heim war sofort von dem kurzhaarigen Hund begeistert und nahm sich ab diesem Zeitpunkt viel Zeit, um die dazumal vom Aussterben bedrohten Hunde am Leben zu erhalten.

Da der große und kurzhaarige Sennenhund zu diesem Zeitpunkt noch kaum bekannt war, definierte der Professor eine neue Rasse mit dem Namen „Grosser Schweizer Sennenhund“. Eine alternative Schreibweise ist übrigens „Großer Schweizer Sennenhund“. Die Rasse erkannte man dann im Jahr 1909 offiziell an.

Die Bedeutung von Sennenhund

Nicht nur beim Grossen Schweizer Sennenhund ist das Wort „Sennenhund“ im Namen enthalten. Aber was hat das für eine Bedeutung? Die Bezeichnung leitet sich von „Senn“ oder dem sogenannten „Alpenhirten“ ab.

Alle Bauernhunde, die den Ursprung in der Schweiz haben, beim Alm Auf- und Abtrieb der Viehherden eingesetzt wurden und als Hütehunde auf der Alm tätig waren, heißen automatisch Sennenhunde.

Beim Grossen Schweizer Sennenhund handelt es sich um den größten Hund der Sennenhundfamilie.

Weitere bekannte Sennenhunde sind:

Haltungsempfehlung

Der Grosse Schweizer Sennenhund fühlt sich im Freien am wohlsten. Ein Garten oder ein Hof wäre deshalb für die Haltung des Sennenhundes perfekt.

Wichtig bei der Rasse ist aber eine konsequente Erziehung, denn der Schweizer Sennenhund hat einen sehr sturen Kopf. Neben einer artgerechten Erziehung braucht der Wachhund viel Beschäftigung und Auslauf. Da er kaum Jagdtrieb zeigt, kann der Hund problemlos alleine auf dem Hof gelassen werden, wo er seiner Lieblingstätigkeit, dem Beschützen, nachgehen kann.

Der Vierbeiner ist sehr klug und zeigt sich sehr gelehrig, wenn Leckerchen im Spiel sind. Hier ist aber Vorsicht geboten, denn die Rasse neigt zu Übergewicht. Weiterhin ist der Hund mit der richtigen Erziehung ein sehr kinderlieber und verschmuster Hund, welcher viel Zuneigung fordert.

Beschäftigungs­möglichkeiten

Der Grosse Schweizer Sennenhund ist trotz seiner Größe ein sehr bewegungsfreudiger und wendiger Hund. Er liebt es, lange Spaziergänge und Wanderungen zu unternehmen. Weiterhin ist er bei einer Runde Joggen mit größter Freude mit dabei.

Die Hauptsache bei der gewählten Aktivität ist aber immer, dass sie Herrchen und Hund Freude bereiten. So wird auch das Vertrauen des Hund-Mensch-Teams gefördert.

  • Begleithund
  • Schutzhund
  • Zughundesport

Krankheiten

Ellbogendysplasie (ED)

Bei der Ellbogengelenksdysplasie handelt es sich um eine Fehlbildung des Ellbogengelenkes. Dieses ist aufgrund starker Belastung, einer extremen Wachstumsphase, falscher Ernährung, zu langen Spaziergängen oder starkem Treppensteigen überlastet. Symptome dafür sind Lähmungsanzeichen oder eine sonderbare Auswärtsstellung der Vorderpfoten. Hier mehr Informationen über Ellbogendysplasie.

Epilepsie

Auch Epilepsie ist eine Krankheit, die häufiger beim Sennenhund anzutreffen ist. Faktisch ist die Krankheit bis dato nicht vollständig erforscht. Sicher ist: Behandelt der Tierarzt den mit Medikamenten und Therapien, erreicht er damit eine deutliche Minderung der Anfälle in Zahl und Intensität.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne. Das führt dann zu Schwierigkeiten beim Tier. Diese lösen dabei nicht selten Schmerzen aus.

Die Erkrankung ist vererbbar und bereits bei einigen Hunderassen bekannt. Ist die Erkrankung genetisch bedingt, lässt sich dieser durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Hier mehr Infos über die Hüftgelenksdysplasie.

Katarakt / Grauer Star

Katarakt, bekannt unter der Bezeichnung grauer Star, ist eine immer wieder auftretende Krankheit beim Grossen Schweizer Sennenhund. Es ist überhaupt eine der häufigsten Ursachen für eine Erblindung beim Hund.

Katarakt bezeichnet eine Trübung der Linse im Auge. Dies kann Folge von einer Erkrankung oder Verletzung sein und ist unbedingt von einem Tierarzt zu behandeln. Leider vererbt sich die Krankheit häufig. Hier mehr Infos über den Katarakt.

Magendrehung

Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen einmal um die eigene Achse. Als Folge werden Blutgefäße sowie Mageneingang und Magenausgang abgeschnürt. Davon betroffen sind insbesondere große Hunderassen. Hier mehr  über die Magendrehung.

Osteochondrose dissecans (OCD) 

Leidet der Hund an einer Osteochondrose dissecans, dann heißt dies, dass das Skelett des Tieres von einer Entwicklungsstörung betroffen ist.

Dabei entwickelt sich der Knochen aufgrund einer Fehlbildung des Knorpels nicht korrekt. Das führt zu einer Gelenkknorpelablösung. Abbauprodukte werden freigesetzt und es entstehen starke Entzündungen. Hier mehr Infos über OCD beim Hund.

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