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Flat Coated Retriever

Flat Coated Retriever » Rassebeschreibung

Widerristhöhe: Rüden etwa 59 – 61,5 cm / Hündinnen etwa 56,5 – 59 cm
Gewicht: Rüden 27 – 36 kg / Hündinnen 25 – 32 kg
Lebenserwartung: 10 – 14 Jahre
Herkunft: Großbritannien
Art: Apportierhund / Jagdhund
Charakter: der Flat Coated Retriever ist freundlich, aufgeweckt, lernfreudig, loyal, verspielt
Farben: schwarz, leberbraun

Verhalten und Wesen

Der Flat Coated Retriever hat einen hohen Willen, seinem Herrchen zu gefallen und macht deshalb alles für seine Liebsten. Diese Eigenschaft nennt man „will to please“.

Er eignet sich hervorragend als Familienhund, da er mit Kindern und auch mit seinen Artgenossen sehr gut zurechtkommt. Weiterhin ist er ein absoluter Wasserliebhaber, der jede Wasserpfütze aufspürt und sich über jede Badegelegenheit freut.

Die Bedeutung von „Retriever“

Bestimmt ist Dir auch schon aufgefallen, dass nicht nur beim Flat Coated das Wort „Retriever“ im Namen vorkommt. Doch was bedeutet Retriever überhaupt? Hierbei wird nicht etwa der Hunde-Typ, sondern viel mehr seine Arbeitsweise beschrieben.

Alle Hunde, welche früher erlegtes, krankes oder verlorenes Wild apportierten, nannte man dann automatisch Retriever. Diese Hunde entstanden dabei hauptsächlich aus verschiedenen Kreuzungen, weshalb die betroffenen Rassen oftmals nicht dieselbe Fellfarbe oder Fellstruktur aufwiesen. Folgende fünf Hunderassen gehören ergänzend zum Flat Coated Retriever zur Retriever-Familie:

  1. Chesapeake Bay Retriever
  2. Curly Coated Retriever
  3. Golden Retriever
  4. Labrador Retriever
  5. Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Ursprung und Geschichte

Der Ursprung dieser Rasse liegt beim Stammvater aller Retriever-Ahnen, dem Saint John’s Dog. Dabei handelt es sich um einen kleinen Neufundländer, welcher ein hervorragender und ausdauernder Schwimmer war und von Seeleuten Mitte des 18. Jahrhunderts nach England gebracht wurde. Der heutige Flat Coated Retriever entstand durch eine Mischung vom Saint John’s Dog, dem Setter, dem Sheepdog sowie dem Water Spaniel.

Als im Jahr 1850 die gezielte Zucht gestartet wurde, zählte der Flat Coated Retriever zu den beliebtesten Apportierhunden Englands. Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg galt die Rasse als eleganter Arbeitshund und war bei englischen Adligen sehr beliebt.

Durch den Aufschwung vom Golden Retriever und Labrador Retriever nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Rasse beinahe von der Bildfläche verschwunden. Nur wenigen unermüdlichen Züchtern ist es gelungen, die Flat Coated Retriever vor dem Aussterben zu retten. Seit dem Jahr 1980 wurde der Flat Coated Retriever auch in Deutschland gezielt gezüchtet.

Haltungsempfehlung

Der Flat Coated Retriever ist, wie oben bereits beschrieben, ein sehr guter Familienhund. Er liebt es, mit Kindern rumzutoben und Such- und Versteckspiele zu veranstalten. Weiterhin ist er ein absoluter Wasserliebhaber, weshalb in der Nähe des Wohnortes unbedingt eine Bademöglichkeit vorhanden sein sollte.

Die Rasse braucht eine sensible aber trotzdem konsequente Erziehung. Er mag Einsamkeit nicht, weshalb eine Haltung im Zwinger auf keinen Fall in Frage kommt. Kann er in der Nähe seiner Liebsten sein, zeigt er dies mit dem ständigen Schwanzwedeln und seiner überaus freundlichen und glücklichen Art.

Der Flat Coated Retriever hat einen hohen Bewegungsdrang, welchen er täglich ausleben möchte. Im Alltag braucht er dazu eine Aufgabe und möchte körperlich und mit viel Kopfarbeit ausgelastet werden. Wichtig ist aber auch, dass dem Hund von klein auf Ruhe beigebracht wird.

Beschäftigungs­möglichkeiten für den Flat Coated Retriever

Der Flat Coated Retriever ist für beinahe jede Sportart zu haben. Hier ein paar Beispiele:

Weiterhin gibt es viele verschiedene Ausbildungen, die dem aktiven Vierbeiner große Freude bereiten:

  • Jagdhund
  • Suchhund
  • Spürhund
  • Lawinenhund
  • Rettungshund
  • Sanitätshund

Krankheiten

Wie jede andere Rasse ist auch dieser Hund von Krankheiten betroffen. Diese können aber durch eine seriöse Zucht und durch eine artgerechte Ernährung und Haltung vorgebeugt werden.

Ellbogendysplasie (ED)

Eine Ellbogengelenksdysplasie ist eine Fehlbildung des Ellbogengelenkes. Dieses ist dabei überlastet. Diese Überlastung entsteht durch verschiedene Faktoren. Dazu zählen:

  • extreme Wachstumsphase
  • falsche Ernährung
  • zu langen Spaziergänge
  • zu viel Treppensteigen
  • eine zu hohe Allgemeinbelastung.

Symptome des Leidens sind dann Anzeichen von Lähmungen oder eine sonderbare Auswärtsstellung der Vorderpfoten. Mehr Infos über Ellbogendysplasie findest Du hier.

Glaukom (Grüner Star)

Glaukom ist eine Augenkrankheit, bei der es dann zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks kommt. Dies kann dann innerhalb von kürzester Zeit bis zur Erblindung am betroffenen Auge führen. Mehr über Glaukom findest Du hier.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht korrekt in der Gelenkpfanne. Das hat dann zur Folge, dass es zu starken Schmerzen bei den betroffenen Hunden führt. Die Krankheit ist erblich und bei zahlreichen Hunderassen vertreten. Ist die Erkrankung genetisch bedingt, kann der Hundebesitzer dieser durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Mehr Infos über Hüftgelenksdysplasie findest Du hier.

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