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Gemüse für Hunde – welches ist gut?

Viele Hundehalter wissen gar nicht, dass Gemüse für Hunde sehr geeignet als Hundefutter sein kann. Denn tatsächlich ist der Hund kein reiner Fleischfresser. Heutzutage barfen sehr viele Hundehalter ihre Vierbeiner. Dabei ist ein wichtiger Teil die Fütterung von Gemüse.

Ein wenig Abwechslung beim Futter macht das Hundeleben schöner. Doch dürfen Hunde Obst und Gemüse bekommen? Ja, das dürfen sie und das Gute: Sie mögen vieles von diesem Grünzeug sehr gerne.

Aber wichtig: nicht alle Gemüsesorten sind gleich gut für Hunde geeignet. Weil aber eine gesunde Ernährung für das Tier wichtig ist, findest Du hier eine Liste mit Obst und Gemüse. Du findest Informationen zu geeigneten Gemüsesorten und lernst, was Du Deinem Hund füttern darfst und was nicht.

Dies gilt auch für Hundehalter, die dem Hund das Gemüse als Leckerchen für zwischendurch anbieten, beispielsweise als Hundekekse mit Gemüse.

Welche Gemüsesorten dürfen Hunde fressen?

Artischocken

Die Artischocke enthält

  • Flavonoide,
  • Bitterstoffe
  • und Caffeoylchinasäure.

Diese Inhaltsstoffe stärken die Gallen- und Leberfunktion des Vierbeiners und verhindern dabei die Entstehung von Gallensteinen.

Die Bitterstoffe, welche sich in den Blättern der Artischocke befinden, regen die Verdauung an. Vorsicht aber bei Hunden, die an einer Leber-Gallenerkrankung leiden. Hier solltest Du auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Tierarzt experimentieren.

Übrigens: Artischocken sollten nicht an säugende Hündinnen verabreicht werden, da die Gefahr besteht, dass das Gemüse die Milchbildung hemmt.

Auberginen

Bei der Aubergine handelt es sich um ein Nachtschattengewächs, welches Solanin enthält. Dieser Stoff ist für den Hund giftig, weshalb Auberginen auf keinen Fall im Hundenapf landen dürfen. Mehr Infos dazu findest du in dem Artikel giftige Lebensmittel für den Hund.

Bohnen

Rohe Bohnen sind für Hunde giftig. Sie enthalten den Giftstoff Phasin, welcher bei unseren Vierbeinern zu Durchfall, Fieber und Erbrechen führt. Deshalb dürfen Bohnen nur gekocht an Hunde verfüttert werden.

Bohnen

Erbsen

Erbsen bestehen zu 70% aus Wasser. Der Rest setzt sich aus

  • Eiweiß,
  • Kohlenhydrate,
  • Ballaststoffe,
  • Vitamin A und C
  • sowie weitere wichtige Stoffe

zusammen. Da es sich bei Erbsen um Hülsenfrüchte handelt, sollten diese nur in geringen Mengen sowie gekocht dem Hund angeboten werden.

Fenchel

Fenchel enthält viel Vitamin C und E, Eisen, Magnesium sowie diverse ätherische Öle. Eine Fütterung kann roh oder gekocht erfolgen. Jedoch sollte ein anderes Gemüse beigemischt werden, da viele Hunde den hohen Anteil der ätherischen Öle ablehnen.

Gurken

Gurken bestehen zu 95% aus Wasser, diversen Vitaminen und Enzyme, die das Eiweiß spalten. Werden Gurken zusammen mit Fleisch verfüttert, kann der Vierbeiner das Essen besser verdauen.

Kartoffeln

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen, weshalb sie niemals roh an Hunde verfüttert werden dürfen. Das in den rohen Kartoffeln enthaltene Solanin ist für den Hund giftig.

Karotten

Karotten enthalten Vitamin A, C, E, und B3 sowie Biotin und wichtige Mineralstoffe, die das Immunsystem des Hundes stärken. Das Gemüse kann roh oder gekocht und eventuell püriert dem Vierbeiner verabreicht werden. Es hat eine antibakterielle Wirkung und hilft bei Magen- und Darmerkrankungen bei Hunden. Fütterst Du die Karotte täglich, hilft diese deinem Hund bei der Abwehr von Parasiten und Würmern.

Knoblauch

Schädlich ist die Gabe von Knoblauch nicht, solange dies in geringen Mengen geschieht. Zu viel Knoblauch kann zu einer Blutarmut führen (5 Gramm / Kilogramm Körpergewicht). Der Richtwert für eine Fütterung liegt bei 2 x pro Woche 4 Gramm / 20 Kilogramm Körpergewicht.

Bietest du deinem Hund Knoblauch an, wirkt dieser antibiotisch, stärkt das Immunsystem, entgiftet und hält Parasiten fern. Wie bei uns verträgt nicht jeder Hund den Knoblauch in gleicher Weise. Treten bei Deinem Hund Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Schwäche auf, solltest du auf das Füttern verzichten. Knoblauchpräparate für Hunde findest Du hier: Amazon*

Knoblauch

Kürbisse

Grundsätzlich stellt der Kürbis keine Gefahr für den Hund dar. Er enthält wertvolles Beta-Carotin, was die Sehkraft des Hundes stärkt. Des Weiteren helfen die zermahlenen Kürbiskerne gegen Blasenschwäche.

Es gibt jedoch den für Hunde giftigen Stoff Cucurbitacine, welcher in Zierkürbissen vorhanden sein kann. Diese Kürbisse werden im Handel aber normalerweise nicht angeboten.

Kohlgemüse

Kohl jeglicher Art enthält Vitamin C und B sowie viele Mineralstoffe. In diesem Gemüse sind viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese unterstützen das Immunsystem und senken das Risiko an einer Krebserkrankung sowie die Bildung von Magengeschwüren.

Leider haben fast alle Kohlarten eine leicht blähende Wirkung, Das gilt für Menschen genau wie für Hunde, weshalb du diese Gemüsesorten nur in geringen Mengen anbieten solltest.

Blumenkohl

Blumenkohl hat einen hohen Vitamin C-Gehalt. Weiterhin sind Kalium, Calcium und Phosphor in dieser Kohlart vertreten. Wichtig ist, den Blumenkohl zu pürieren und nur in geringen Mengen an den Hund zu verfüttern.

Brokkoli

Das grüne Gemüse enthält viel Karotin, Vitamin B und C sowie Kalium, Kalzium und Natrium. Leider wirkt der Brokkoli wie die meisten Kohlarten leicht blähend. Darum darf Brokkoli nur gekocht und in geringen Mengen im Hundenapf landen, wenn du nicht möchtest, dass dein Hund an Blähungen leidet.

Chinakohl

Chinakohl enthält Eiweiße, Kohlenhydrate, Vitamin A und C sowie verschiedene Mineralstoffe. Der Chinakohl ist der einzige aller Kohlarten, der nicht blähend wirkt.

Grünkohl

Enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Calcium. Auch die beiden Vitamine A und E sind im Grünkohl vorhanden. Diese wirken als Zellschutz gegen Krebs. Am besten solltest Du Grünkohl leicht gekocht und püriert Deinem Hund anbieten. So kann er das Gemüse besser verwerten.

Grünkohl

 

Kohlrabi

Kohlrabi hat einen hohen Anteil an Ballaststoffen, welche die Verdauung unterstützen. Er enthält viele gesunde Nährstoffe und Vitamin B3. Die Blätter des Kohlrabis enthalten Carotinoide. Dieser Stoff ist sehr nährreich, weshalb die Blätter ebenfalls im Mixer landen dürfen und als Gemüse für Hunde geeignet ist.

Rotkohl

Rotkohl weist einen hohen Gehalt an Vitamin C, Eisen und diversen Mineralstoffen auf. Im Gegensatz zu Weißkohl enthält Rotkohl deutlich mehr Ballaststoffe. Diese Gemüsesorte hat eine gesunde Auswirkung auf den Magen-Darmtrakt, senkt das Krebsrisiko und hilft bei Entzündungen. Darum ist Rotkohl als Ernährung für Hunde geeignet.

Rosenkohl

Diese Kohlart enthält viele Mineral- und Ballaststoffe sowie Vitamin A, B2 und C.

Weißkohl

Weißkohl hat einen hohen Anteil an Vitamin C und Thiocyanat. Letzteres hat eine antibiotische Wirkung. Das ist dann für den Körper sehr gesund. Diese Art von Kohl enthält zahlreiche Vitamine der Gruppe B, Eisen und wertvolle Aminosäuren. Wie der Rotkohl beugt auch der Weißkohl Krebs vor, hilft gegen Entzündungen und regt den Darm an. Darum ist Weißkohl auf der Liste des Futters für Hunde als geeignet anzusehen.

Lauch

Beim Lauch gilt die gleiche Regel wie beim Knoblauch und den Zwiebeln. Die Masse macht’s aus. Zu viel Lauch kann zu einer Blutarmut führen. Wenn eine kleine Menge des Lauchgewächses ab und zu im Napf Deines Hundes landet, ist dies unbedenklich.

Wie beim Mensch verträgt nicht jeder Hund dieses Gemüse gleich. Treten Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Schwäche auf, höre auf, dieses Gemüse weiter zu verfüttern.

Rote Beete / Randen

Dieses Gemüse enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Weiter weist die rote Beete einen sehr hohen Folsäure Gehalt auf. Das Gemüse kann problemlos öfters im Napf Deines Vierbeiners landen. Es fördert die Verdauung und wirkt appetitanregend.

Oliven

Im Normalfall erhält der Hund Oliven in Ölform. Das kaltgepresste Olivenöl enthält viele verschiedene Vitamine, die das Immunsystem stärken. Aufgrund des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren hat Olivenöl eine entzündungshemmende Wirkung. Ein wenig Olivenöl kann deshalb problemlos täglich das Futter des Vierbeiners aufwerten.

Peperonis (Paprikas)

Einer Fütterung von roten und gelben Peperonis steht nichts im Wege, solange Du den Strunk und das Kerngehäuse entfernst. Sie enthalten verschiedene Ballaststoffe, Kalium, Calcium sowie eine Reihe an unterschiedlichen Vitaminen.

Da die grüne Peperoni einen höheren Anteil an Solanin aufweist, darf diese Peperoni-Art dem Hund nicht angeboten werden.

Peperoni

Radieschen

Radieschen sind meist leicht scharf, weshalb nicht jeder Hund sie mag. Es gibt aber durchaus Vierbeiner, die Radieschen lieben und gerne fressen.

Das Gemüse enthält Eisen, Vitaminen A, B, und C sowie Folsäure. Sie haben eine verdauungsfördernde Eigenschaft und wirken krebshemmend.

Sellerie

Sellerie enthält Vitamin B6 und E sowie Folsäure, Kalium und Calcium. Weiterhin sind einige ätherische Öle in diesem Gemüse vorhanden. Sehr viele Hunde lieben Sellerie. Doch Vorsicht, Sellerie kann harntreibend wirken!

Spargel

Ob weiß oder grün spielt hier keine Rolle. Beide Sorten kann der Hund fressen. Das leckere Gemüse enthält sehr viel Folsäure, Kupfer sowie das Vitamin K. Aber Vorsicht, Spargel hat eine harntreibende Wirkung.

Spinat

Spinat enthält für den Körper viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Eisen. Damit der Vierbeiner das Gemüse gut verdauen kann, solltest Du dieses immer püriert oder mit einem calcium-haltigen Produkt (Hüttenkäse, Joghurt) verfüttern.

Wichtig: Im Spinat ist die sogenannte Oxalsäure enthalten. Diese kann bei Hunden mit Nierenschwäche zu Problemen führen. Allgemein sollte Spinat nicht allzu oft im Hundenapf landen.

Tomaten

Bei der Tomate handelt es sich um ein Nachtschattengewächs, welches Solanin enthält. Dieser Stoff ist für den Hund giftig, weshalb das rote Gemüse auf keinen Fall im Hundenapf landen darf.

Zucchini

Zucchini enthält sehr viel Wasser, Kohlenhydrate, Kalium, Calcium, diverse Ballaststoffe sowie die Vitamine A und C. Das grüne Gemüse ist aufgrund des hohen Wasseranteils kalorienarm und leicht verdaulich.

Allerdings gibt es auch leicht bittere Zucchini. Diese enthalten den Giftstoff Cucurbitacin, welcher für den Hund giftig ist. Bevor dieses Gemüse im Napf landet, sollte man deshalb immer ein kleines Stück probieren. Ist die Zucchini nicht bitter, kann der Hund sie problemlos fressen.

Zwiebeln

Bei Zwiebeln gilt die gleiche Regel wie beim Knoblauch und beim Lauch. Die Masse ist entscheidend. Zu viel Zwiebeln können zu einer Blutarmut führen. Wenn Dein Hund eine kleine Menge an Zwiebeln bekommt, ist dies unbedenklich.

Wie bei uns Menschen auch verträgt nicht jeder Hund dieses Gemüse gleich. Treten Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Schwäche auf, solltest du auf eine Fütterung verzichten.

Gemüse für Hunde ist eine willkommene Abwechselung beim Hundefutter

Die vorstehende Liste zeigt, dass Gemüse für Hunde durchaus geeignet ist, wobei Hunde nicht alle Gemüsesorten bekommen dürfen. Wenn du dich an der Liste orientierst, weißt du, welche Gemüsesorten geeignet sind und auf welche Du bei der Fütterung verzichten solltest.

Wenn Du Dich immer schon gefragt hast: Dürfen Hunde Obst und Gemüse fressen, dann weißt du nun, dass der Hund nicht nur Fleisch bekommen sollte. Verschiedene Sorten Obst und Gemüse dienen der Abwechselung bei der Hundeernährung und sind gesund und wertvoll und sind eine gute Alternative zu Fleischprodukten oder Trockenfutter. Wer bei den verfütterten Gemüsen maßvoll umgeht und den obigen Ratgeber beachtet, führt dem Hund wichtige Nährstoffe zu und tut ihm mit dieser Kost Gutes.

Die 3 gesündesten Gemüse für Hunde

Dass es Unterschiede beim Gemüse für Hunde gibt, hast Du jetzt in diesem Ratgeber-Artikel gelernt. Hier nochmal meine Top 3 Gemüsesorten als Futter für Hunde. Diese Sorten sind besonders gut geeignet für Deinen Vierbeiner und haben wichtige Bestandteile und sind perfekte Nährstofflieferanten für Hunde:

  1. Karotte: Weil die Karotte Beta-Carotin enthält, was bei der Bekämpfung freier Radikale wichtig ist, ist sie ein wichtiger Bestandteil der Hundeernährung. Am besten pürierst du die Karotte und bietest diese deinem Hund zusammen mit fetthaltigem Fleisch an. Das hilft Deinem Hund bei den Aufnahmen von Nährstoffen wie dem Beta-Carotin.
  2. Zucchini: Die Zucchini gehört zu den gesunden Gemüse für Hunde, da sie sehr viel Beta-Carotin liefert und dadurch bei der Bekämpfung freier Radikale wirkt. Es ist hilfreich, die Zucchini gemeinsam mit einem fetthaltigen Futter zu geben, denn dann ist es einfacher für Hunde, das Beta Carotin aufzunehmen.
  3. Kartoffel: Weil die gekochte Kartoffel voller natürlicher Stärke, Mineralien und Ballaststoffen ist, ist sie sehr gut geeignet als Futterzugabe für Hunde, besonders wenn der Vierbeiner zuvor wegen einer Magen-Darm-Erkrankung Flüssigkeit verloren hat. Die Kartoffel besteht nämlich zu etwa drei Vierteln aus Wasser. Wichtig ist, das Hunde die Kartoffel nur gekocht bekommen dürfen.

Wildpflanzen sind für Hunde auch geeignet

Auch Wildpflanzen sind ein geeigneter Bestandteil der Ernährung der Hunde. Darum dürfen Hunde durchaus bestimmte Wildpflanzen in zerkleinerter Form unter das Futter gemischt bekommen. Geeignet für Hunde sind beispielsweise

  • Ferkelkraut
  • Hainsalat
  • Klee

Diese und andere Sorten bieten Hunden Abwechselung und sind zum Beispiel als pürierter Gras-Smoothie für viele Hunde ein richtiges Leckerli mit Geschmack, das Spurenelemente liefert.

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