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Gemüsesorten

Welches Gemüse darf im Hundenapf landen?

Heutzutage barfen sehr viele Hundehalter ihre Vierbeiner. Dabei ist ein wichtiger Teil die Fütterung von Gemüse. Gerne haben wir Dir hier einmal eine Liste mit Gemüse zusammengestellt. Aus dieser kannst Du dabei entnehmen, ob Du sie deinem Hund verabreichen darfst.

Dies gilt auch für Hundehalter, die dem Hund das Gemüse als Leckerchen für zwischendurch anbieten, beispielsweise als Hundekekse mit Gemüse.

Artischocken

Die Artischocke enthält Flavonoide, Bitterstoffe und Caffeoylchinasäure. Diese Inhaltsstoffe stärken die Gallen- und Leberfunktion des Hundes und verhindern dabei die Entstehung von Gallensteinen.

Die Bitterstoffe, welche sich in den Blättern der Artischocke befinden, regen die Verdauung an. Vorsicht aber bei Hunden, die an einer Leber-Gallenerkrankung leiden. Hier solltest Du auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem zuständigen Tierarzt experimentieren.

Übrigens: Artischocken sollten nicht an säugende Hündinnen verabreicht werden, da die Gefahr besteht, dass das Gemüse die Milchbildung hemmt.

Auberginen

Bei der Aubergine handelt es sich um ein Nachtschattengewächs, welches Solanin enthält. Dieser Stoff ist für den Hund giftig, weshalb Auberginen auf keinen Fall im Hundenapf landen dürfen. Mehr Infos dazu findest du in dem Artikel giftige Lebensmittel für den Hund.

Bohnen

Rohe Bohnen sind für den Hund giftig. Sie enthalten den Giftstoff Phasin, welcher bei unseren Vierbeinern zu Durchfall, Fieber und Erbrechen führt. Deshalb dürfen Bohnen nur gekocht verfüttert werden.
Bohnen

Erbsen

Erbsen bestehen zu 70% aus Wasser. Der Rest setzt sich aus Eiweiß, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamin A und C sowie weitere wichtige Stoffe zusammen. Da es sich bei Erbsen um Hülsenfrüchte handelt, sollten diese nur in geringen Mengen sowie gekocht dem Hund angeboten werden.

Fenchel

Fenchel enthält viel Vitamin C und E, Eisen, Magnesium sowie diverse ätherische Öle. Eine Fütterung kann roh oder gekocht erfolgen. Jedoch sollte ein anderes Gemüse beigemischt werden, da viele Hunde den hohen Anteil der ätherischen Öle ablehnen.

Gurken

Gurken bestehen zu 95% aus Wasser, diversen Vitaminen und Enzyme, die das Eiweiß spalten. Werden Gurken zusammen mit Fleisch verfüttert, kann der Hund das Essen besser verdauen.

Kartoffeln

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen, weshalb sie niemals roh verfüttert werden dürfen. Das in den rohen Kartoffeln enthaltene Solanin ist für den Hund giftig.

Karotten

Karotten enthalten Vitamin A, C, E, und B3 sowie Biotin und wichtige Mineralstoffe, die das Immunsystem des Hundes stärken. Das Gemüse kann roh oder gekocht und eventuell püriert dem Hund verabreicht werden. Es hat eine antibakterielle Wirkung und hilft bei Magen- und Darmerkrankungen. Fütterst Du die Karotte täglich , hilft diese deinem Hund bei der Abwehr von Parasiten und Würmern.

Knoblauch

Schädlich ist die Gabe von Knoblauch nicht, solange dies in geringen Mengen geschieht. Zu viel Knoblauch kann zu einer Blutarmut führen (5 Gramm / Kilogramm Körpergewicht). Der Richtwert für eine Fütterung liegt bei 2 x pro Woche 4 Gramm / 20 Kilogramm Körpergewicht.

Bietest du deinem Hund Knoblauch an, wirkt dieser antibiotisch, stärkt das Immunsystem, entgiftet und hält Parasiten fern. Wie bei uns Menschen verträgt nicht jeder Hund den Knoblauch gleich. Treten Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Schwäche auf, sollte auf eine Fütterung verzichtet werden. Knoblauchpräparate für Hunde findest Du hier: Amazon*

Knoblauch

Kürbisse

Grundsätzlich stellt der Kürbis keine Gefahr für den Hund dar. Er enthält wertvolles Beta-Karotin, was die Sehkraft des Hundes stärkt. Des Weiteren helfen die zermahlenen Kürbiskerne gegen Blasenschwäche.

Es gibt jedoch den für Hunde giftigen Stoff Cucurbitacine, welcher in Zierkürbissen vorhanden sein kann. Diese Kürbisse werden im Handel aber normalerweise nicht angeboten.

Kohlgemüse

Kohl jeglicher Art enthält Vitamin C und B sowie viele Mineralstoffe. In diesem Gemüse sind viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese unterstützen das Immunsystem und senken das Risiko an einer Krebserkrankung sowie die Bildung von Magengeschwüren.

Leider haben fast alle Kohlarten eine leicht blähende Wirkung, weshalb diese Gemüsesorten nur in geringen Mengen angeboten werden dürfen.

Blumenkohl

Blumenkohl hat einen hohen Vitamin C-Gehalt. Weiterhin sind Kalium, Calcium und Phosphor in dieser Kohlart vertreten. Wichtig ist, den Blumenkohl zu pürieren und nur in geringen Mengen zu verfüttern.

Brokkoli

Das grüne Gemüse enthält viel Karotin, Vitamin B und C sowie Kalium und Natrium. Leider wirkt der Brokkoli wie die meisten Kohlarten leicht blähend. Darum darf er nur gekocht und in geringen Mengen im Napf landen.

Chinakohl

Chinakohl enthält Eiweiße, Kohlenhydrate, Vitamin A und C sowie verschiedene Mineralstoffe. Der Chinakohl ist der einzige aller Kohlarten, der nicht blähend wirkt.

Grünkohl

Enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Calcium. Auch die beiden Vitamine A und E sind im Grünkohl vorhanden. Diese wirken als Zellschutz gegen Krebs. Am besten solltest Du Grünkohl leicht gekocht und püriert dem Hund anbieten. So kann er das Gemüse besser verwerten.

Grünkohl

Kohlrabi

Kohlrabi hat einen hohen Anteil an Ballaststoffen, welche die Verdauung unterstützen. Er enthält viele gesunde Nährstoffe. Die Blätter des Kohlrabis enthalten Carotinoide. Dieser Stoff ist sehr nährreich, weshalb die Blätter ebenfalls im Mixer landen dürfen.

Rotkohl

Rotkohl weist einen hohen Gehalt an Vitamin C, Eisen und diversen Mineralstoffen auf. Im Gegensatz zu Weißkohl enthält Rotkohl deutlich mehr Ballaststoffe. Diese Gemüsesorte hat eine gesunde Auswirkung auf den Magen-Darmtrakt, senkt das Krebsrisiko und hilft bei Entzündungen.

Rosenkohl

Diese Kohlart enthält viele Mineral- und Ballaststoffe sowie Vitamin A, B2 und C.

Weißkohl

Weißkohl hat einen hohen Anteil an Vitamin C und Thiocyanat. Letzteres hat eine antibiotische Wirkung. Das ist dann für den Körper sehr gesund. Diese Art von Kohl enthält zahlreiche Vitamine der Gruppe B, Eisen und wertvolle Aminosäuren. Wie der Rotkohl beugt auch der Weißkohl Krebs vor, hilft gegen Entzündungen und regt den Darm an.

Lauch

Beim Lauch gilt die gleiche Regel wie beim Knoblauch und den Zwiebeln. Die Masse macht’s aus. Zu viel Lauch kann zu einer Blutarmut führen. Wenn eine kleine Menge des Lauchgewächses ab und zu im Napf landet, ist dies unbedenklich.

Wie bei uns Menschen auch verträgt nicht jeder Hund dieses Gemüse gleich. Treten Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Schwäche auf, sollte auf eine Fütterung verzichtet werden.

Rote Beete / Randen

Dieses Gemüse enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Weiter weist die rote Beete einen sehr hohen Folsäure Gehalt auf. Das Gemüse kann problemlos öfters im Napf landen. Es fördert die Verdauung und wirkt appetitanregend.

Oliven

Oliven werden im Normalfall in Ölform dem Hund verabreicht. Das kaltgepresste Olivenöl enthält viele verschiedene Vitamine, die das Immunsystem stärken. Aufgrund des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren hat Olivenöl eine entzündungshemmende Wirkung. Ein wenig Olivenöl kann deshalb problemlos täglich das Futter aufwerten.

Peperonis (Paprikas)

Einer Fütterung von roten und gelben Peperonis steht nichts im Wege, solange Du den Strunk und das Kerngehäuse entfernst. Sie enthalten verschiedene Ballaststoffe, Kalium, Calcium sowie eine Reihe an unterschiedlichen Vitaminen.

Da die grüne Peperoni einen höheren Anteil an Solanin aufweist, darf diese Peperoni-Art dem Hund nicht angeboten werden.
Peperoni

Radieschen

Radieschen sind meist leicht scharf, weshalb nicht jeder Hund sie mag. Es gibt aber durchaus Vierbeiner, die Radieschen lieben.

Das Gemüse enthält Eisen, Vitaminen A, B, und C sowie Folsäure. Sie haben eine verdauungsfördernde Eigenschaft und wirken krebshemmend.

Sellerie

Sellerie enthält Vitamin B6 und E sowie Folsäure, Kalium und Calcium. Weiterhin sind einige ätherische Öle in diesem Gemüse vorhanden. Sehr viele Hunde lieben Sellerie. Doch Vorsicht, Sellerie kann harntreibend wirken!

Spargel

Ob weiß oder grün spielt hier keine Rolle. Beide Sorten kann der Hund fressen. Das leckere Gemüse enthält sehr viel Folsäure, Kupfer sowie das Vitamin K. Aber Vorsicht, Spargel hat eine harntreibende Wirkung.

Spinat

Spinat enthält für den Körper viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Eisen. Damit der Vierbeiner das Gemüse gut verdauen kann, solltest Du dieses immer püriert oder mit einem calcium-haltigen Produkt (Hüttenkäse, Joghurt) verfüttern.

Wichtig: Im Spinat ist die sogenannte Oxalsäure enthalten. Diese kann bei Hunden mit Nierenschwäche zu Problemen führen. Allgemein sollte Spinat nicht allzu oft im Napf landen.

Tomaten

Bei der Tomate handelt es sich um ein Nachtschattengewächs, welches Solanin enthält. Dieser Stoff ist für den Hund giftig, weshalb das rote Gemüse auf keinen Fall im Hundenapf landen darf.

Zucchini

Zucchini enthält sehr viel Wasser, Kohlenhydrate, Kalium, Calcium, diverse Ballaststoffe sowie die Vitamine A und C. Das grüne Gemüse ist aufgrund des hohen Wasseranteils kalorienarm und leicht verdaulich.

Allerdings gibt es auch leicht bittere Zucchini. Diese enthalten den Giftstoff Cucurbitacin, welcher für den Hund giftig ist. Bevor dieses Gemüse im Napf landet, sollte man deshalb immer ein kleines Stück probieren. Ist die Zucchini nicht bitter, kann der Hund sie problemlos fressen.

Zwiebeln

Bei Zwiebeln gilt die gleiche Regel wie beim Knoblauch und beim Lauch. Die Masse macht’s aus. Zu viel Zwiebeln können zu einer Blutarmut führen. Wenn eine kleine Menge an Zwiebeln ab und zu im Napf landet, ist dies unbedenklich.

Wie bei uns Menschen auch verträgt nicht jeder Hund dieses Gemüse gleich. Treten Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Schwäche auf, solltest du auf eine Fütterung verzichten.

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