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Dalmatiner

Dalmatiner

Widerristhöhe: Rüden 56 – 62 cm  / Hündinnen 54 – 60 cm
Gewicht: Rüden ca. 27 kg / Hündinnen ca. 24 kg
Lebenserwartung: 10 – 13 Jahre
Herkunft: Kroatien
Art: Wachhund / Begleithund
Charakter: aufgeweckt, energiegeladen, menschenbezogen, ausdauernd, bewegungsfreudig, lernwillig
Hauptfarbe: weiss / Tupfer: schwarz, braun Fehlfarben: orange, lemon

Verhalten und Wesen

Der Dalmatiner ist ein sehr lebhafter Hund. Seine grosse Bereitschaft und Ausdauer macht ihn zum perfekten Begleithund. Die Rasse ist im Grossen und Ganzen sehr friedlich und gut für ein Familienleben geeignet. Wichtig ist aber, dass der doch eher stark gebaute Hund eine sehr konsequente Erziehung und genügend Auslauf bekommt. Ansonsten wird er die Wohnung grundlos auf den Kopf stellen. Typisch für den Dalmatiner ist sein „Dalmatinergrinsen“. Wer dieses jedoch nicht kennt, kann es schnell falsch verstehen und den Hund als agressiv einstufen.

Ursprung und Geschichte

Die genaue Herkunft der Dalmatiner ist nicht klar. Schon vor einigen Jahrhunderten ist die Rasse aber immer wieder in Geschichten und auf Gemälden aufgetaucht. Aufgrund dessen geht man davon aus, dass die Rasse aus Kroatien, genauer gesagt aus „Dalmatien“ stammt. Händler und Seefahrer brachten die getupften Hunde von da aus nach Europa, wo sie sich sehr schnell in allen Ländern verbreiteten.

Früher wurde die Rasse oftmals als Begleithunde für adelige Familien genutzt. Dies ist vor allem auf das vornehme Aussehen zurückzuführen. Der Dalmatiner war ein verbreiteter Begleiter von Pferden, welche früher die Feuerwehrfahrzeuge ziehen mussten. Der Hund lief dabei als Hilfe bellend voraus, sodass die Pferde freie Fahrt hatten. Auch heute noch wird der Dalmatiner sehr vielseitig eingesetzt. Mehr dazu unter Beschäftigungsmöglichkeiten.

Die verschiedenen Farbtupfer

Ein Merkmal für einen reinrassigen Dalmatiner sind klar seine abgegrenzten Tupfen auf dem Fell. Viele wissen aber nicht, dass die meisten Dalmatiner-Welpen vollkommen weiss zur Welt kommen und sich die typischen Flecken erst in den ersten Wochen nach der Geburt zeigen. Ausserdem sind die Tupfen nicht immer nur schwarz, sondern oft auch braun. Gerne zeige ich dir hier einmal die Farbunterschiede:

schwarzer DalmatinerDie Farbe schwarz

Die Farbe schwarz ist die bekannteste und häufig vorkommenste Farbe bei dieser Rasse.

Nase: schwarz

Augen: mittelbraun-dunkelbraun

Tupfen: schwarz und im Verhältnis grösser als bei anderen Farbschlägen

Zucht: Ein weiss-schwarzer Dalmatiner kann reinerbig oder mischerbig sein. Ein reinerbiger kann nur die Farbe schwarz vererben. Ist der Hund jedoch ein mischerbiger Dalmatiner, kann er seinen Nachkommen auch die Farbe braun oder lemon weitergeben. Der Unterschied ist vom äusseren Erscheinungsbild jedoch nicht zu erkennen.

Lemon DalmatinerDie Farbe lemon

Lemon ist einer der seltensten vorkommenden Farbschläge beim Dalmatiner.

Nase: verwaschenes schwarz

Augen: mittelbraun-dunkelbraun

Tupfen: zitronenfarben-orangefarben

Zucht: Die Farbe wird rezessiv vererbt. Diese wird aber im FCI Standard nicht anerkannt, weshalb solche Farbschläge nicht für die Zucht zugelassen werden.

Dunkelbraun DalmatinerDie Farbe braun

Diese Farbe tritt am zweithäufigsten auf. Der Farbschlag wird oft auch „leberfarben“ genannt.

Nase: braun

Augen: hellbraun

Tupfen: braun und eher klein

Zucht: Die Farbe wird rezessiv vererbt. Deshalb entsteht die Farbe nur, wenn beide Elternteile braune Flecken haben.

Orange DalmatinerDie Farbe orange

Der einzige Unterschied von orange zu lemon ist die Farbe der Nase sowie die Farbe der Augenumrandung.

Nase: braun

Augen: hellbraun

Tupfen: zitronenfarben-orangefarben

Zucht: Die Farbe wird rezessiv vererbt. Diese wird aber im FCI Standard nicht anerkannt, weshalb solche Farbschläge nicht für die Zucht zugelassen werden.

Haltungsempfehlung

Der Dalmatiner ist ein sehr humorvoller und anpassungsfähiger Begleiter, welcher auf eine lebhafte Familie angewiesen ist. Nebst unzähligen Kuscheleinheiten, welche er zu Hause fordert, braucht er sehr viel Abwechslung im Alltag. Damit der Dalmatiner seinen Bewegungsdrang ausleben kann, eignen sich deshalb Aktivitäten wie Radfahren, Joggen oder Reiten. Den Hund nur in den Garten lassen, kommt bei dieser Rasse keinenfalls in Frage. Wichtig ist aber auch, dass der Dalmatiner einen Rückzugsort hat, um sich auszuruhen.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Der Dalmatiner liebt es, sich zu bewegen und zu rennen. Sportarten aller Art sind deshalb sehr für die Rasse geeignet. Weiterhin ist er sehr lernwillig und intelligent, was im Bezug auf Kommandos und Tricks ein grosser Vorteil ist.

Nicht nur früher, sondern auch heute noch werden Dalmatiner für viele verschiedene Aktivitäten und Ausbildungen genutzt. Hier ein paar Beispiele:

  • Begleithund
  • Fährtenhund
  • Rettungshund

Krankheiten

Leider sind Dalmatiner anfällig auf ein paar wenige Krankheiten. Eine korrekte und ausgewogene Ernährung kann auf eine gute Gesundheit aber einen grossen Einfluss nehmen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Hunde nicht von vererbbaren Krankheiten betroffen sind. Ein seriöser Züchter ist dafür immer eine gute Anlaufstelle.

Dalmatiner-Bronze Syndrom

Hierbei handelt es sich um eine Haarbalg-Entzündung. Kleine rote Pusteln verbreiten sich entlang des Rückens bis hin zum Kopf. Die Pustel entsteht durch einen entzündeten Drüsenbalg des Fellhaares. Sekret tritt aus und der Hund leidet an Juckreiz. Oftmals kommt es zu Haarverlust oder Farbveränderung an den betroffenen Haaren. Werden rote Flecke entdeckt, ist ein Tierarztbesuch sehr ratsam.

Ellbogendysplasie (ED)

Bei der Ellbogengelenksdysplasie handelt es sich um eine Fehlbildung des Ellbogengelenkes. Dieses ist aufgrund starker Belastung, einer extremen Wachstumsphase, falscher Ernährung, zu langen Spaziergängen oder übermässigen Treppensteigen überlastet. Symptome dafür sind Lähmungsanzeichen oder eine sonderbare Auswärtsstellung der Vorderpfoten. Mehr Infos über Ellbogendysplasie findest Du hier.

Epilepsie

Auch Epilepsie ist eine Krankheit, die bei Dalmatinern nur selten anzutreffen ist. Leider ist die Krankheit bis jetzt nicht vollständig erforscht. Es steht aber fest, wird der Hund mit Medikamenten und Therapien behandelt, kann eine deutliche Minderung der Anfälle in Anzahl und Stärke erreicht werden.

Hyperurikosurie (HUU) / Dalmatiner Syndrom

Hierbei handelt es sich um eine genetisch bedingte Krankheit, welche zu einer verstärkten Ausscheidung von Harnsäure im Urin führt. Der Körper kann den Überschuss nicht verarbeiten und es kommt zu Kristallbildungen, welche wiederum zu Blasensteinen führen. Diese müssen in den meisten Fällen operativ entfernt werden. Mehr über die Hyperurikosurie findest Du hier.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne, was zu grossen Problemen und Schmerzen führen kann. Die Krankheit ist vererbbar und bereits bei vielen Hunderassen anzutreffen. Ist die Erkrankung genetisch bedingt, lässt sich diese durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Mehr Infos über Hüftgelenksdysplasie findest Du hier.

Taubheit

Ist der Hund von einer Taubheit betroffen, unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten:

Die sensorineurale Taubheit:
Das Innenohr eines Hundes besteht aus der sogenannten Schnecke, der Cholea. Diese ist mit kleinen feinen Haarzellen ausgestattet, welche für die Schallübertragung zuständig sind. Ist dieser Mechanismus gestört, werden die Signale nicht bis hin zum Gehirn geleitet und es kommt zu einer Degeneration und Zerstörung der Innenohrstrukturen. Die Folge davon ist eine ein- oder beidseitige Taubheit.

Die konduktive Taubheit:
Diese Art von Taubheit entsteht durch einen Defekt im äusseren Gehörgang des Mittelohres. Schuld daran ist meistens eine Tumorbildung oder eine chronische Ohrenentzündung (Otitis).

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Inhaltsverzeichnis1 Verhalten und Wesen2 Ursprung und Geschichte3 Fellvariationen4 Haltungsempfehlung5 Beschäftigungsmöglichkeiten6 Krankheiten7 Galerie Widerristhöhe: beide 38 …

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