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Collie Eye Anomalie (CEA)

Was ist eine Collie Eye Anomalie (CEA)

Ist ein Hund von einer Collie Eye Anomalie (CEA) betroffen, hat er eine angeborene Anomalie, bei welcher die Netzhaut des Auges eine Entwicklungsstörung aufzeigt. Betroffen sind dabei die Aderhaut, die Netzhaut, der Sklera sowie der Sehnervenkopf beider Augen. Die Krankheit kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Angefangen bei einer leichten Fehlstellung der Netzhaut bis hin zur vollständigen Netzhautablösung, wobei es zu Blutungen im Auge kommt und der Vierbeiner mit einer hohen Wahrscheinlichkeit an der Krankheit erblindet. Anders als bei anderen Krankheiten verschlechtert sich der Grad dieser Krankheit im Laufe der Zeit nicht.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch eine Ophthalmoskopie, wobei beide Pupillen des Hundes mittels Augentropfen geweitet werden. Der Spezialist (Ophthalmologe) kann dadurch mit einer Lupe das Auge genau betrachten. Wichtig ist, dass der Test in den ersten 8 Lebenswochen des Welpen vorgenommen wird. Oftmals kann man in den darauffolgenden Monaten und Jahren keine CEA-Erkrankung mehr erkennen, da sie durch Pigmenteinlagerungen im Auge überdeckt wird. Dieses Vorgehen nennt man auch „go-normal“.

CEA wird in drei verschiedene Schweregrade eingestuft:

Grad 1: Chorioretinale Hypoplasie (CRH)

Hierbei handelt es sich um die leichteste Art von CEA. Im Auge fehlt ein Teil der Netzhaut sowie der darunterliegenden Aderhaut. Da die Netzhaut bis zur 8. Lebenswoche noch nicht pigmentiert ist, kann man diesen Schweregrad bis dahin sehr gut erkennen.

Grad 2: Kolobom

Beim Kolobom handelt es sich um eine grössere Ausbuchtung der Netzhaut im Bereich des Sehnervenkopfes. Normalerweise wird die Sehkraft des Hundes dadurch nicht verschlechtert. Nur in ganz seltenen Fällen nehmen die Ausbuchtungen einen grossen Teil der Netzhaut ein, wobei es zu Gesichtsfeldeinengungen kommt.

Grad 3: Blutungen und Netzhautablösungen

Dieser Schweregrad ist eindeutig der schlimmste Fall einer Augenanomalie. Glücklicherweise tritt diese nur sehr selten auf. Durch Veränderungen der Blutgefässe in der Aderhaut kann es zu Blutungen kommen. Die Folge davon ist eine Netzhautablösung. Der Hund erblindet und es können Probleme mit dem Druck entstehen. Entzündungen sind in der Gefässhaut keine Seltenheit.

Behandlung

Eine vollständige Heilung dieser Krankheit gibt es nicht. Du kannst dem Hund aber das Leben vereinfachen, indem Du alle Gegenstände wegräumst, damit er nicht dagegen laufen kann. Eine abgelöste Netzhaut kann durch eine Laserbehandlung entfernt werden.

Vorbeugung

Der Krankheit kann vorgebeugt werden, indem betroffene Hunde für eine Zucht nicht verwendet werden. Der Züchter muss vor einer Verpaarung die Hunde testen, wobei mindestens ein Elternteil CEA-frei sein muss. Hierfür gibt es einen Gentest, den man auch bei erwachsenen Hunden mittels Speichelprobe anwenden kann.

Häufig betroffene Rassen

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