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trachealkollaps

Trachealkollaps

Was ist  ein Trachealkollaps?

Luftröhre = Trachea
Kollaps = Zusammenbruch

Bei einem Trachealkollaps kommt es zu einem Verschluss in der Luftröhre. Die Ursache dafür ist eine Schwäche der Luftröhrenknorpel (trachealen Membranen), wobei die genaue Ursache für diese Schwäche nicht bekannt ist. Man geht davon aus, dass in den meisten Fällen ein genetischer Hintergrund Auslöser für die Erkrankung ist. Weiterhin gibt es aber auch zahlreiche Faktoren, die zu einem Trachealkollaps führen können:

  • Atemwegsinfektionen
  • Allergien
  • Verengung der Luftröhre
  • Herzinsuffizienz
  • Fremdkörper in der Luftröhre
  • Tumore

Nebst diesen Ursachen ist bewiesen, dass Hunde, die in einem Raucherhaushalt leben gefährdeter sind als andere. Weiterhin sind vor allem kleinwüchsige Hunde von einem Trachealkollaps betroffen, wobei die ersten Atembeschwerden oftmals bereits in den ersten sechs Lebensmonaten auftreten.

Symptome

Betroffene Hunde zeigen vermehrtes Husten bei Anstrengung, Aufregung oder grosser Freude. Auch ein Ziehen am Halsband kann einen Hustenanfall auslösen. Diese Anfälle können bis zur Atemnot führen, wobei die Schleimhäute des Hundes blau anlaufen.

Ursache

Durch die ständige Reizung der Luftröhre kommt es zu einer Schädigung des Flimmerepithels, wodurch wiederum eine Entzündung im Bereich der Luftröhre entsteht. Als natürliche Reaktion des Körpers wird mehr Schleim in der Luftröhre produziert, welcher jedoch durch das beschädigte Flimmerepithel nicht mehr richtig abgebaut werden kann. So entsteht eine chronische Entzündung in der Luftröhre des Hundes, welche der Körper nicht mehr von alleine heilen kann.

Diagnose

Ein Trachealkollaps kann mittels einer Röntgenaufnahme diagnostiziert werden. Um den Schweregrad herauszufinden, wird zusätzlich eine Luftröhrenspiegelung vorgenommen.

Behandlung

Medikamentös:
In vielen Fällen kann dem Hund mittels speziellen Medikamenten wie Hustenstiller, Entzündungshemmer oder Schleimlöser geholfen werden. Vereinzelt gibt es aber auch Vierbeiner, die keine wünschenswerte Verbesserung mittels der medikamentösen Behandlung zeigen. Bei diesen ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, um ihnen das Leben zu erleichtern.

Chirurgisch:
Bei einem chirurgischen Eingriff wird der Durchmesser der Luftröhre wieder hergestellt. Da dieses Vorgehen aber nur die Symptome lindert, die Knorpelschwäche jedoch weiter besteht, kann es sein, dass ein erneuter Eingriff zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden muss. Weiterhin wird der Hund auch nach der Operation noch medikamentös behandelt, um eine erneute Entzündung direkt nach dem Eingriff zu vermeiden.

Vorbeugung

Übergewicht sollte bei betroffenen Hunden vermieden werden. Weiterhin ist es sinnvoll, anstelle eines Halsbandes ein Brustgeschirr zu verwenden, sodass bei Zug kein direkter Druck auf die Luftröhre ausgeübt wird.

Besonders betroffene Rassen

Betroffen sind vor allem kleinere Hunderassen. Jedoch kann jeder Hund an einem Trachealkollaps erkranken.

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