
Nesselsucht / Nesselfieber (Urtikaria) beim Hund
Was ist Nesselsucht / Nesselfieber bei Hunden?
Bei der Nesselsucht, die auch als Nesselfieber oder in der Fachsprache als Urtikaria bekannt ist, handelt es sich um eine Hautreaktion, welche sich durch das Auftreten von großen Quaddeln zeigt.
Es handelt sich um eine Allergie vom Soforttyp, was bedeutet, dass die Quaddeln innerhalb von kurzer Zeit auftreten und genauso schnell wieder verschwinden, sobald die auslösende Substanz entfernt worden ist. Die Krankheit kann dabei akut oder chronisch auftreten, was die Behandlung nicht immer einfach macht.
Ursache der Reaktionen
Als Ursachen für die Nesselsucht oder das Nesselfieber kommen verschiedene Auslöser in Frage:
- Insektenstiche (Gift)
- Futtermittelbestandteile
- Medikamente
- Bakterien
- chemische Substanzen
Nesselsucht kann auch durch folgende äußere Reize ausgelöst werden:
- Hitze
- Sonne
- Kälte
- Licht
- Stress
Die oben genannten Quaddeln entstehen dabei in der Regel innerhalb von Sekunden bis hin zu wenigen Minuten. Meist ist der Kopf des Vierbeiners betroffen. Es kommt aber durchaus vor, dass sich die Quaddeln an anderen Körperstellen des Tieres bilden.
Die Quaddeln sind unterschiedlich groß, treten in verschiedenen Anzahlen auf, sind oftmals gerötet und bringen teilweise leichten Juckreiz mit sich.
Diagnose von Nesselsucht
Neben der äußerlichen Begutachtung des Hundes kann der Tierarzt mittels eines Tests sehr schnell mögliche Allergene ausfindig machen. Weiterhin ist es möglich, mittels einer Blutuntersuchung die Ursache für das Nesselfieber zu finden.
In den meisten Fällen lässt sich so mit Hilfe des Tierarztes schnell eine Ursache für die allergische Reaktion finden. Ist dies nicht der Fall, ist allerdings damit zu rechnen, dass die Nesselsucht immer wieder auftritt, bis der entsprechende Auslöser ausfindig gemacht ist.
Behandlung von Nesselfieber
Als Erstes ist festzustellen, auf welche Substanz das Tier mit einer Allergie reagiert. Diese Substanz muss dann schnellstmöglich am Körper oder vom Umfeld des Tieres entfernt werden.
Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelallergie, führt man über Wochen hinweg eine Ausschlussdiät durch. So lässt sich die Substanz, die die Allergie auslöst, dann durch das Ausschlussprinzip eingrenzen.
Neben der ursachenspezifischen Behandlung helfen Medikamente, die den Juckreiz beim Hund lindern. Teilweise verwendet man eine entsprechende Salbe, um die Quaddeln zu behandeln. Liegt die Bildung der Quaddeln im Rachenbereich, kann dann eine Atemnot die Folge sein. In dem Fall ist es oftmals nötig, dass der Tierarzt eine Schocktherapie bis hin zu einem Luftröhrenschnitt vornehmen muss.
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