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Laekenois (Belgischer Schäferhund)

Widerristhöhe: Rüden ca. 62 cm / Hündinnen ca. 58 cm
Gewicht: Rüden 25 – 30 kg / Hündinnen 20 – 25 kg
Lebenserwartung: 12 – 14 Jahre
Herkunft: Belgien
Art: Hütehund / Treibhund/ Gebrauchshund / Wachhund / Familienhund
Charakter: der Laekenois ist lebhaft, temperamentvoll, stolz, aufmerksam, zuverlässig
Farben: falbfarben – mit Spuren von schwarzer Wolkung

Verhalten und Wesen

Der Laekenois, auch als einer der vier Belgischen Schäferhund Variationen bekannt, zeichnet sich durch sein wachsames Verhalten und durch seine extreme Vielseitigkeit aus. Sein Hab und Gut verteidigt er jederzeit, ohne dabei Aggressionen zu zeigen.

Im Alltag ist er ein sehr treuer Begleiter, der viel Abwechslung wünscht und seine Aufgaben mit viel Freude ausführt. Er liebt es, ständig in der Nähe seiner Liebsten zu sein, wobei er mit Kindern in der Regel gut zurechtkommt.

Ursprung und Geschichte

Offiziell entstand die Rasse zwischen den Jahren 1891 und 1897. Zu diesem Zeitpunkt gab es verschiedene Hüte- und Treibhunde in Belgien, weshalb Kynologen zusammen mit Professor A. Reul etwas Ordnung in die verschiedenen Hundearten bringen wollten.

Im Jahr 1891 wurde in Brüssel der Verein „Belgischer Schäferhund“ gegründet. Im November dieses Jahres fand ein Treffen statt, wobei man eine Auslese der besten Rassevertreter vornahm. Dazu zählten unter anderem

  • der Laekenois,
  • der Groenendael,
  • der Malinois
  • und der Tervueren.

Im Jahr 1892 erstellte man  bereits einen sehr ausführlicher Standard vom Laekenois. Jede der vier Variationen wurde dabei nach dem Ort benannt, von dem er ursprünglich abstammt.

Zu diesem Zeitpunkt wurde dem Aussehen keine große Beachtung geschenkt. Dies änderte sich erst in den darauffolgenden Jahren, jedoch blieb der Charakter nahezu unverändert.

Der Laekenois kam vor allem als Hütehund und zum Bewachen von Flachsfeldern zum Einsatz, wobei er aufgrund seines rauhaarigen Felles sehr wetterfest ist. Diese Variation der Belgischen Schäferhunde ist dabei der seltenste Vertreter dieser Rasse.

Nebst den vier verschiedenen Belgischen Schäferhund-Varietäten gibt es auch unterschiedliche Beschaffenheiten des Haars:

  1. Langhaar: Groenendael (schwarz) / Tervueren ( falbfarben-schwarzgewolkt / grau-schwarz-gewolkt).
  2. Kurzhaar: Malinois (falbfarben-schwarzgewolkt mit schwarzer Maske).
  3. Rauhaar: Laekenois (falbfarben – mit Spuren schwarzer Wolkung).

 

Haltungsempfehlung für den Laekenois

Der Laekenois eignet sich aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Treib- und Hütehund sowie aufgrund seiner wachsamen Art und Weise hervorragend als Hof- und Hausbewacher.

Da es sich um eine sehr aktive und intelligente Rasse handelt, ist es wichtig, dass der Besitzer täglich mit dem Hund arbeitet und ihn körperlich sowie psychisch auslastet. Die Erziehung muss sehr konsequent, aber auf eine liebevolle Art und Weise erfolgen.

Da er sich aufgrund seines starken Wachinstinktes mit seinen Artgenossen nicht immer einwandfrei versteht, ist eine frühe Sozialisierung sehr wichtig.

Im Allgemeinen ist der Belgische Schäferhund ein sehr lernwilliger und intelligenter Hund. Darum verläuft seine Erziehung im Alltag weniger problematisch. Fordert man den Hund jedoch nicht genügend, tritt bei ihm schnell Langeweile ein, was zu unerwünschtem Verhalten führen kann.

Beschäftigungs­­möglichkeiten

Zu seinen Lieblingstätigkeiten zählt nicht nur das Treiben und Hüten von Vieh sowie das Bewachen von Haus und Hof. Er eignet sich auch hervorragend als

  • Schutzhund,
  • Rettungshund
  • und Diensthund.

In diesen Bereiche kommt er heutzutage vermehrt zum Einsatz.

Weiterhin liebt er lange Spaziergänge, wo er seinen Bewegungsdrang ausleben und die Welt entdecken kann. Zusätzlich eignet sich der Laekenois für nahezu jede Hundesport-Art. Das lastet ihn nicht nur körperlich und psychisch aus, sondern stärkt auch die Bindung beim Hund-Mensch Team extrem.

Krankheiten des Laekenois

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne. Das kann dann zu großen Problemen und Schmerzen beim Tier führen.

Die Krankheit ist vererbbar und tritt bereits bei vielen Hunderassen auf. Ist die Erkrankung genetisch bedingt, gibt es die Chance, mittels einer ausgewogenen Ernährung vorzubeugen. Mehr Informationen über Hüftgelenksdysplasie findest Du hier.

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