
Digitale Hyperkeratose (DH) beim Hund
Was ist eine Digitale Hyperkeratose bei Hunden?
Bei einer Digitalen Hyperkeratose handelt es sich um eine übermäßige Verhornung der Haut, genauer gesagt der Pfotenballen beim Hund.
Digital = Ballen / Finger
Hyperkeratose = übermäßige Verhornung
Alternativ bezeichnet man die Krankheit aufgrund des Aussehens auch als „corny feet – körnige Füße“.
Symptome der Krankheit
Die ersten Symptome zeigen sich bereits im Welpen-Alter. Betroffen sind dabei die Ballen der Hunde. Normalerweise sind diese weich, glatt und fest. Bei einer Digitalen Hyperkeratose sind die Ballen jedoch rissig und verhornt. Weiterhin zeigen sich Wucherungen, sogenannte Hornzapfen an den Pfotenballenseiten. Weitere typische Symptome für eine DH sind:
- stumpfe Krallen
- übermäßiges und schnelles Krallenwachstum
- gekräuselte Tasthaare
- Fell weist am Kopf sowie am Körper gekraustes Haar auf (pudelmäßig)
Stellt man mindestens drei der oben genannten Symptome fest, so ist davon auszugehen, dass der Hund an einer Digitalen Hyperkeratose leidet.
Behandlung der DH
Bei vielen betroffenen Hunden reicht das regelmäßige Eincremen der Pfotenballen vollkommen aus. Weiterhin ist es notwendig, die Krallen regelmäßig zu kürzen. In übermäßiger Weise verhorntes Gewebe auf den Fußballen beschneidet dann der Tierarzt in fachgerechter Form. Risse lassen sich einfach durch Produkte zur Hydratisierung mildern. Treten sekundäre Infektionen auf, gilt es, diese mit Antibiotika zu behandeln.
Durch das fachgerechte Kürzen der Krallen und das Entfernen des übermäßig verhornten Gewebes bewirkt man, dass die Krallen beim Laufen nicht stören und es zu keinen Fehlstellungen kommt. Da die entstandenen Wucherungen nicht durchblutet sind, ist es möglich, kleinere Stellen bei Bedarf ganz einfach mit einer kleinen Schere zu entfernen, damit sich der Hund nicht weiter daran stören muss.
Die Pflege der Pfotenballen ist bei dieser Krankheit besonders wichtig, denn wenn der Hund Schmerzen hat oder nicht richtig auf seinen Pfotenballen läuft /laufen kann, kann dies Auswirkungen auf die Gelenke sowie auf Bänder und Sehnen haben.
Im Allgemeinen kann der Hund mit etwas Pflegeaufwand ein schmerzfreies und glückliches Hundeleben genießen.
Vorbeugung
Die Krankheit vererbt sich bei Hunden autosomal rezessiv. Dies bedeutet, dass ein Träger mit einem DH betroffenen Hund verpaart werden darf, ohne dass etwas passiert. Jedoch ist es nicht gestattet, zwei Träger zu paaren. Ein Gentest bringt hier eindeutig Klarheit.
Besonders von Corny Feet betroffene Rassen
Besonders betroffen ist der Kromfohrländer von dieser Erbkrankheit. Aber auch bei anderen Rassen ist die Pfotenerkrankung schon aufgetreten. Insbesondere zählen dazu Hunderassen wie:
- Bordeaux Doggen
- Golden Retriver
- Labrador Retriever
- Irish Terrier
- Kerry Blue Terrier
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