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Tosa

Tosa » Rassebeschreibung

Widerristhöhe: Rüden mindestens 60 cm / Hündinnen mindestens 55 cm
Gewicht: 50 – 70 kg
Lebenserwartung: 10 – 12 Jahre
Herkunft: Japan
Art: früher Kampfhund / heute Wachhund
Charakter: der Tosa ist mutig, unerschrocken, geduldig, treu, ausgeglichen
Farben: schwarz, rot, apricot, falbfarben, gestromt
(weiße Abzeichen an Brust und Pfoten sind zulässig)
Besonderheit: Listenhund (ortschaftsabhängig)

Verhalten und Wesen

Der Tosa, welcher oftmals als japanischer Mastiff bezeichnet wird, ist ein sehr treuer und menschenbezogener Hund, welcher seine Familie in jeder Situation beschützt. Fremden gegenüber zeigt sich der Japaner eher vorsichtig und wachsam, weshalb er heutzutage vermehrt als Schutz- und Wachhund eingesetzt wird.

Ursprung und Geschichte

Wie der Name schon sagt, stammt der Riese aus Tosa, einer Gegend in der Stadt Shikoku in Japan, wo er vor allem bei Hundekämpfen eingesetzt wird.

Die Geschichte des Tosas reicht bis Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Er entstand aus Kreuzungen zwischen dem Shikoku Ken mit den Bulldoggen, dem Mastiff, deutschen Vorstehhunden sowie Deutschen Doggen.

Weiterhin geht man davon aus, dass später noch Bernhardiner und Bullterrier mit eingekreuzt worden sind. Dazumal war es das Ziel, einen idealen Kampfhund zu züchten. Erst im 20. Jahrhundert wurde mit einer gezielten Züchtung gestartet, wobei auch das Aussehen erstmals mit einbezogen worden ist.

Der Tosa ist nicht nur einer der seltensten Hunderassen der Welt, sie gehören auch zu den letzten Hunden, die offiziell als Kampfhunde eingesetzt werden dürfen. Dies mag für den Moment grausam klingen, ist in Japan jedoch Tradition und hat überhaupt nichts mit Aggressivität zu tun.

Bei den heutigen Kämpfen treten immer zwei Rüden gegeneinander an. Ziel dabei ist es, den anderen ohne Gewalt umzuwerfen. Gibt es Anzeichen von Knurren, Ängstlichkeit oder Aggressivität, wird der Kampf sofort abgebrochen.

Haltungsempfehlung für den Tosa

Im Allgemeinen gilt der Tosa als liebevoller, geduldiger und treuer Hund. Er braucht jedoch sehr lange, bis er jemandem sein vollstes Vertrauen schenken kann. Hat man das Vertrauen des Vierbeiners erst mal gewonnen, ist er ein wunderbarer Begleiter im Alltag.

Der Tosa eignet sich nicht unbedingt als Anfängerhund, da er teilweise einen sehr eigenen Kopf hat und eine klare und sichere Führung und Erziehung braucht. Wichtig dabei ist, dass die Erziehung auf eine sehr liebevolle Art geschieht. Dies, da der Tosa mit Gewalt und Schreien nichts anfangen kann und auch hier wieder seinen eigensinnigen Charakter zum Vorschein käme.

Aufgrund der weiteren verschiedenen Charaktereigenschaften, welche den Tosa prägen, ist es ganz wichtig, dass er so früh wie möglich sozialisiert wird. Er muss lernen, wie er mit seinen Artgenossen umgehen soll und wie er sich in der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Tosa ist ein Hund, welcher weniger für ein Leben in der Stadt geeignet ist. Er braucht viel Platz in der Wohnung und fordert auch die Bewegung draußen, weshalb ist ein Garten bei der Haltung sehr geeignet.

Wie geschildert, hat der Tosa einen starken Beschützerinstinkt, weshalb er sehr oft als Wachhund zum Einsatz kommt. Dabei zeigt er Außenstehenden nicht mit lautem Bellen, sondern mit seinem starken Auftritt, dass sie nicht willkommen sind.

Aufgrund der Größe und des enormen Gewichtes ist der Hund weniger für Senioren oder zerbrechliche Menschen geeignet. Das gilt insbesondere, da der Tosa in gewissen Situationen, wie zum Beispiel Begegnungen mit anderen Hunden, teilweise nur schwer zu halten ist und sich sonst problemlos losreißen könnte. Weiterhin sollte der Hund niemals mit Kindern alleine gelassen werden.

Beschäftigungs­möglichkeiten

Der Tosa ist ein sehr bewegungsfreudiger und ausdauernder Hund. Er eignet sich deshalb hervorragend als Begleiter beim Radfahren oder Joggen.

Weiterhin möchte er täglich körperlich und psychisch ausgelastet werden, was mit verschiedenen Spielen zu Hause oder Spaziergängen in der Natur Abwechslung in den Alltag bringt.

Krankheiten

Beim Tosa sind keine rassetypischen Krankheiten bekannt. Es kommt jedoch wie bei allen grossen Rassen vereinzelt vor, dass der Vierbeiner an ED oder HD erkrankt.

Ellbogendysplasie (ED)

Die Ellbogengelenksdysplasie ist eine Fehlbildung des Ellbogengelenkes beim Hund. Dieses ist dabei aufgrund

  • starker Belastung,
  • einer extremen Wachstumsphase,
  • falscher Ernährung,
  • zu langen Spaziergängen
  • oder übermäßigem Treppensteigen

überlastet. Symptome dafür sind Lähmungsanzeichen oder eine sonderbare Auswärtsstellung der Vorderpfoten. Mehr Infos über Ellbogendysplasie findest Du hier.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne, was zu großen Problemen und Schmerzen führen kann.

Die Krankheit vererbt sich leider und tritt deshalb bereits bei zahlreichen Hunderassen auf. Ist die Erkrankung allerdings genetisch bedingt, kann der Hundehalter dieser durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Mehr Infos über Hüftgelenksdysplasie findest Du hier.

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