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Akita

Akita » Rassebeschreibung

Widerristhöhe: Rüden 64 – 70 cm / Hündinnen 58 – 64 cm
Gewicht: Rüden 45 – 59 kg / Hündinnen 32 – 45 kg
Lebenserwartung: 10 – 15 Jahre
Herkunft: Japan
Art: Begleithund
Charakter: der Akita ist selbstbewusst, treu, ruhig, aufnahmefähig, beschützend
Farben: rot-falbfarben, sesam, gestromt, weiß

Verhalten und Wesen von einem Akita

Beim Akita Inu oder kurz Akita  handelt es sich um eine sehr intelligente und treue Rasse, die das eigene Rudel jederzeit mit der enormen Selbstsicherheit beschützt und verteidigt. Lauert Gefahr, kann es durchaus vorkommen, dass der Akita aggressiv reagiert.

Auch heute noch sind die meisten der Akitas mit einem starken Jagdinstinkt geprägt, welchen sie auch ausleben, sobald sie die Chance dazu haben.

Ursprung und Geschichte

Inu / Ken = Hund   Akita = Ortschaft

Der Akita zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt, denn bereits 5000 Jahre vor Christus wurden im Norden von Japan Knochenskelette gefunden, die denen des Akitas ähneln. Damals kamen erste Einwanderer nach Japan, welche als Jäger und Sammler tätig waren.

Später vermischten sie die sogenannten Urhunde mit verschiedenen neuen Einwandererhunden, wodurch die Vorläufer aller japanischen Hunderassen, der sogenannten „Nippon Inu“ entstanden. Diese Rasse existiert heute leider nicht mehr.

Als Jagdhund für Großwild wurde bis in die jüngste Zeit der „Magati Inu“ verwendet. Er entstand ursprünglich aus einer Mischung zwischen dem „Nippon Inu“ und dem chinesischen „ChowChow“ und ist der direkte Vorgänger des Akitas.

Der Name „Akita“ tauchte aber erst einige Zeit später in einem Buch über die Jagd auf. Vom 16. – 19. Jahrhundert soll der Akita hauptsächlich als Gefährt der Samurai gedient haben. Im 19. Jahrhundert, als das Interesse für Hundekämpfe immer mehr stieg, kam es zu Einkreuzungen der Akitas mit

wodurch sein typisch japanisches Aussehen leider verloren ging. Als ein Jahrhundert später die dazumal sehr beliebten Hundekämpfe verboten worden sind, wurden wieder vermehrt japanische Hunderassen wie dem „Kishu Inu“ und dem „ChowChow“ eingekreuzt, wodurch das heutige Aussehen der Akitas entstanden ist.

Im Juli 1931 erklärte die japanische Regierung den Akita zum Nationalhund von Japan, wobei er als Symbol für gute Gesundheit und als Glücksbringer steht. Ab diesem Zeitpunkt war die Ausfuhr der Hunde strikt verboten.

Als kurz darauf der Erste Weltkrieg ausbrach, war der Akita vom Aussterben bedroht. Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Japan Kennel Club gegründet, wodurch die Zucht wieder aufgenommen worden ist. Im Jahr 2000 erkannten die zuständigen Stellen den Akita als eigenständige Rasse an.

Haltungsempfehlung

Beim Aktia handelt es sich um eine Rasse, die eine sehr enge Beziehung zum Menschen aufbaut und mit einem korrekten Umgang auch mit Kindern gut klarkommt.

Eine liebevolle aber sehr konsequente Erziehung ist bei dieser Rasse aber Pflicht. Dem Akita muss klar gezeigt werden, wer das Sagen im Haus hat. Ansonsten kann es vorkommen, dass der Vierbeiner das Sagen übernimmt. Gegenüber seinen Artgenossen zeigt sich der Akita meist eher dominant.

Weiterhin kann der Akita Inu sehr dickköpfig sein, eine gewisse Erfahrung mit Hunden ist deshalb bei einer Haltung dieser Rasse von Vorteil.

Die Rasse mag Einsamkeit überhaupt nicht. Weiterhin fordern sie Abwechslung im Alltag. Dazu gehören lange und spannende Spaziergänge sowie Kopfarbeit. Viele Akitas zeigen auch heute noch einen sehr ausgeprägten Jagdinstinkt, weshalb man beim Spazieren vorsichtig sein muss.

Wittert der Hund eine Spur, geht er ohne Erlaubnis auf die Jagd und wird auch so schnell nicht wieder zurückkommen. Wer also einen Garten besitzt, muss diesen unbedingt einzäunen, um eine Flucht zu verhindern.

Heutzutage gibt aber durchaus auch Akitas, die sich nicht für das Jagen interessieren. Hier spielt der Charakter des einzelnen Hundes eine sehr große Rolle.

Beschäftigungs­möglichkeiten

Der Akita Inu ist sehr vielseitig einsetzbar. Hier ein paar Beispiele:

  • Dogtrekking
  • Suchspiele
  • Fährtenhund
  • Lawinenhund
  • Schlittenhund
  • Wachhund

Krankheiten

Der Akita ist wie jede andere Rasse von Krankheiten betroffen. Diese können aber durch eine seriöse Zucht sowie durch eine artgerechte Haltung und eine korrekte Ernährung zu einem großen Teil verhindert werden.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei einer Hüftgelenksdysplasie sitzt die Gelenkkugel nicht richtig in der Gelenkpfanne, was dann in starken Schmerzen enden kann. Die Krankheit ist vererbbar und bei zahlreichen Hunderassen anzutreffen. Ist die Erkrankung genetisch bedingt, lässt sich diese durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Mehr Infos über Hüftgelenksdysplasie findest Du hier.

Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)

Die Schilddrüse, auch Thyreoidea genannt, ist ein hormonproduzierendes Organ. Sie ist zuständig für die Ausscheidung sowie die Speicherung und Herstellung von den beiden Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4).

Diese wiederum beeinflussen das Wachstum, die Organentwicklung und das Nervensystem des Hundes. Besteht eine Unterfunktion der Schilddrüse, entsteht ein reduzierter Stoffwechsel, was dann zu einer Selbstzerstörung des Schilddrüsengewebes führt. Mehr Infos über Hypothyreose findest Du hier.

Katarakt / Grauer Star

Katarakt, auch grauer Star genannt, ist eine häufig auftretende Krankheit beim Akita. Es ist eine der häufigsten Erblindungsursache beim Hund. Katarakt bezeichnet eine Trübung der Linse im Auge. Dies kann Folge von einer Erkrankung oder Verletzung sein und muss unbedingt tierärztlich behandelt werden. Leider wird die Krankheit oftmals vererbt. Mehr Infos über Katarakt findest Du hier.

Magendrehung

Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen einmal um die eigene Achse. Als Folge werden Blutgefässe sowie Magenein- und -ausgang abgeschnürt. Besonders große Rassen sind davon betroffen. Mehr Infos über Magendrehung findest Du hier.

Mikrozytose

Bei einer Mikrozytose handelt es sich um eine Blutkrankheit, wobei sehr kleine rote Blutzellen, sogenannte Mikrozyten, eine Blutarmut auslösen. Dadurch entsteht automatisch ein Eisenmangel, was wiederum die Regeneration des Körpers erschwert.

Progressive Retina Atrophie (PRA)

Hierbei handelt es sich um eine vererbte Netzhauterkrankung, welche in jedem Fall zu einer Erblindung führt. Grund dafür sind die sogenannten Fotorezeptoren, welche nicht mehr korrekt funktionieren. Dadurch wird die Netzhaut dünner und es kommt zum Verlust des Sehvermögens. Mehr Infos über PRA findest Du hier.

Sebadenitis (SA)

Bei der Sebadenitis handelt es sich um eine autoimmune Erkrankung. Dabei entsteht eine Entzündung rund um die Hauttalgdrüsen, wodurch diese im fortgeschrittenen Stadium zerstört werden. Als Folge kommt es zur Austrocknung der Haut und es entsteht starker Haarausfall sowie Schuppenbildung.

Filmtipp

Wer den Film „HACHIKO – Eine wunderbare Freundschaft *“ noch nicht gesehen hat, dem empfehle ich dies schnellstmöglich nachzuholen.

Beschreibung: Als Professor Parker nach der Arbeit am Bahnhof einen herrenlosen Hundewelpen findet, ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn einer wundervollen Freundschaft ist. Während seine Frau den kleinen japanischen Akita-Hund nur zögerlich aufnimmt, wird Parkers Herz von Hachiko im Sturm erobert. Schon bald begleitet ihn der aufgeweckte Hachiko jeden Tag zu Bahnhof und holt ihn am Abend wieder ab. Bis er eines Tages vergeblich auf die Rückkehr seines Herrchens wartet…

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