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Cystinurie

Cystinurie

Was ist Cystinurie

Cystinurie ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung. Dabei fehlt dem Hund ein wichtiges Transportprotein für bestimmte Aminosäuren. Dieses Protein hat die Aufgabe, die Aminosäuren aus dem Urin zurück in den Blutkreislauf zu transportieren. Fehlt dieses, erfolgt eine vermehrte Ausscheidung von Arginin, Lysin, Ornithin, was nicht weiter ein Problem darstellt. Cystin produziert jedoch aufgrund der geringen Wasserlöslichkeit Nieren-und Blasensteine. Diese sind sehr schmerzhaft und es kann zu einem lebensbedrohlichen Verschluss der Harnwege kommen.

Symptome

Ist ein Hund an Cystinurie erkrankt, treten die ersten Symptome schon im Alter von 4-6 Monaten auf. Steine werden ausgeschieden und die Welpen haben starke Bauchschmerzen. Ein Urintest beim Tierarzt bringt hier schnell Klarheit. Wird schon in jungen Jahren die Erbkrankheit diagnostiziert, kann eine Behandlung mit speziellem Diätfutter erfolgen.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt über einen Abstich in der Backenschleimhaut, einer Urinprobe oder einem Bluttest. Das Resultat liegt in der Regel innerhalb von 3-4 Arbeitstagen vor. Man unterscheidet  zwischen 3 verschiedenen Stärken:

Die 3 Genotypen

  • Typ I = Der Hund ist nicht Träger der Krankheit.
  • Typ II = Der Hund trägt ein Teil des mutierten Gens. Er hat ein erhöhtes Risiko zu erkranken und gibt die Mutation mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit seinen Nachkommen weiter.
  • Typ III = Der Hund trägt beide Teile des mutierten Gens in sich. Er hat ein sehr hohes Risiko an der Erbkrankheit zu erkranken. Da er die Mutation zu 100% seinen Nachkommen weitergibt, darf er nicht verpaart werden.

Vorbeugung

Da es sich hier um eine erblich bedingte Krankheit handelt, ist die einzige Vorbeugung den Gentest vor der Verpaarung zu machen. Eine Erkrankung an Cystinurie erfolgt nur, wenn beide Teile des mutierten Gens im Körper zusammentreffen. Zwei Hunde die Typ II in sich tragen, sollten deshalb nicht für die Zucht eingesetzt werden. Dasselbe gilt für einen Hund mit Typ III.

Häufig betroffene Rassen

Folgende Rassen neigen zu dieser vererblichen Stoffwechselkrankheit:

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