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Giftige Pflanzen für Hunde - wie sieht ein hundefreundlicher Garten aus?

Giftige Pflanzen für Hunde – wie sieht ein hundefreundlicher Garten aus?

Fachartikel vom Gastautor: Gartenratgeber.com

Wenn du einen Garten zuhause hast, möchtest du, dass dein Hund darin gefahrlos herumtollen kann. Umso wichtiger ist es, bei der Gartengestaltung achtsam zu sein. Der Grund ist einfach: Nicht jede Pflanze ist für Hunde geeignet; es gibt sogar Pflanzen, die für Hunde giftig sind. Es wäre daher fatal, wenn du genau solche Pflanzen bei dir im Garten hältst.

Damit du und dein Hund sicher sind, haben wir uns einmal angeschaut, welche Pflanzen für Hunde giftig oder zumindest bedenklich sind. In diesem Artikel findest du alle Tipps, die du wissen musst, damit du einen schönen Garten mit geeigneten Pflanzen für Hunde hast, ohne eine Giftpflanze zu halten, ohne dass du das weißt.

Giftige Pflanzen für Hunde im Garten

Es gibt zahllose Pflanzen draußen in der Natur. Dieser Ratgeber hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn unter dem Strich kennen wir vermutlich gar nicht jede Pflanze, die für einen Hund als ungeeignet einzustufen ist.

Um dir aber einen guten Überblick über die gängigsten Pflanzen zu geben, mit denen dein Hund besser nicht in Berührung kommt, hier eine kleine Liste. Auf diese Pflanzen solltest du bei deiner Gartenplanung und der Gestaltung der Auslauffläche deines Hundes besser verzichten:

  • Wunderbaum oder Rizinusbaum (Ricinus communis)
  • Blauregen (Wisteria)
  • Riesen Bärenklau (Heracleum mantegazzianum)
  • Alpenveilchen (Cyclamen)
  • Dieffenbachie (Dieffenbachia)
  • Gefleckter Schierling (Conium maculatum)
  • Gemeiner Efeu, sowohl Blätter als auch Beeren (Hedera helix)
  • Weißbeerige Mistel (Viscum album)
  • Oleander (Nerium oleander)
  • Gemeiner Stechapfel (Datura stramonium)
  • Eibe (Taxus)
  • Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Flieder (Syringa)
  • Amaryllis
  • Herbstzeitlose (Colochicum autumnale)
  • Tränendes Herz (Dicentra spectabilis)
  • Kanadische Blutwurz (Sanguinaria canadensis)
  • Chrysanthemen (Compositae)
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
  • Korallenbäumchen (Solanum pseudocapsicum)
  • Rittersporn (Delphinium)
  • Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Hanf (Cannabis sativa)
  • Friedenslilie (Spathiphyllum)
  • Efeutut Golden Pothos (sowohl Scindapsus als auch Epipremnum)
  • Rhabarber (Rheum rhaponticum)
  • Regenschirmbaum (Schefflera und Brassaia actinophylla)
  • Große Brennnessel (Urtica dioica)
  • Engelstrompete (Brugmansia)
  • Tulpe (Tulipa)
  • Selbstkletternde Jungfernrebe (Parthenocissus quinquefolia)
  • Agave
  • Goldregen (Laburnum)
  • Hortensie (Hydrangea)
  • Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
  • Osterglocken (Narcissus pseudonarcissus)
  • Passionsblume (Passiflora)
  • Rhododendron

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, gibt aber einen wichtigen Überblick darüber, was der geneigte Hundehalter bei der Wahl der Bepflanzung seines Gartens weglassen sollte, wenn er es mit seinem Vierbeiner gut meint.

Pflanzen können auch in der Wohnung zu einer Vergiftung beim Hund führen

Giftige Pflanzen finden sich allerdings nicht nur im Garten und in freier Natur durch Wildpflanzen, sondern auch in manch einer Wohnung. Einige dieser genannten Pflanzen sind als Zimmerpflanzen erhältlich.

Hat ein Hundehalter diese in seiner Wohnung und sein Hund kommt damit in Berührung, kann das eine Gefahr für das Tier darstellen. Es hat in der Vergangenheit schon zahllose Fälle gegeben, bei denen es zu einer Vergiftung beim Hund durch eine Pflanze in einem Zimmer gekommen ist. Besonders Welpen sind gefährdet, da sie weniger Abwehrkräfte haben.

Neben den Hunden sind viele Pflanzen auch für Katzen wie Gift. Der Kontakt dazu ist nicht ratsam, weil das Pflanzengift erhebliche gesundheitliche Auswirkungen auf das Tier haben kann.

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Was tun bei Vergiftungen bei Hunden durch Pflanzen?

Wir raten allen Hundehaltern, giftige Pflanzen für Hunde restlos aus Garten und Wohnung zu entfernen. Dennoch gibt es im Alltag das Risiko einer Begegnung, selbst bei bester Haltung. Manchmal schützt den Hund sein Instinkt vor Giftpflanzen, aber leider nicht immer, denn es ist ein Irrglaube, dass der Instinkt des Hundes so ausgeprägt ist, dass er alle Giftpflanzen kennen könnte.

Hatte dein Vierbeiner trotz aller Vorsicht einen Kontakt mit einer solchen Pflanze beim Spaziergang in der Umgebung oder im Wald, im Garten oder durch Zimmerpflanzen? Hat dieser Kontakt zu einer Vergiftung bei deinem Liebling geführt, erkennst du das daran, dass Symptome wie diese auftreten:

  • Starker Speichelfluss
  • Zittern
  • Atemnot
  • Krämpfe
  • Durchfall
  • Erbrechen

Es empfehlen sich dann im besten Fall diese Maßnahmen für den Notfall:

  1. Sofortiger Gang zum Tierarzt. Bringe ihm einen Teil der Pflanze mit, damit der Tierarzt weiß, woher die Vergiftung herrührt. So kann er das geeignete Medikament für die jeweiligen Giftstoffe auswählen und die passende Dosis verabreichen.
  2. Ist kein Tierarzt in der Nähe, gib deinem Hund im akuten Notfall sofort eine Kohletablette * . Dieses bindet das Gift. Du solltest eine solche Kohletablette als Hundebesitzer immer zuhause haben.
  3. Verzichte darauf, deinen Hund zum Erbrechen zu bringen. Das könnte zu ungeahnten Folgen führen, denn es besteht eine Gefahr für die Speiseröhre. Eine solche Entscheidung kann nur ein Tierarzt treffen.

10 Tipps für einen hundefreundlichen Garten

Wenn du deinem Hund im Garten ein kleines Paradies schaffen willst – ganz ohne Gefahren durch giftige Pflanzen für Hunde – beachte diese Tipps:

  1. Hunde lieben es zu tollen – achte darum darauf, dass der Garten eine genügend große Auslauffläche hat mit viel Wiese auf der keine empfindlichen Gartenpflanzen sind.
  2. Denke daran, den Garten zu umzäunen, damit dein Hund nicht auf Abwege gerät.
  3. Kreiere eine kleine Tränke oder Wasserstelle, damit dein Hund besonders im Sommer immer die Gelegenheit hat, sich Wasser zu holen.
  4. Schaffe einen schattigen Ort, den dein Hund als persönlichen Rückzugsort im Sommer nutzen kann.
  5. Entferne alle giftigen Pflanzen, die deinem Vierbeiner schaden können. Pflanze stattdessen harmlose Sträucher oder Bäume.
  6. Wenn du es schaffst, versuche einen Bereich als Hundetoilette auszurichten und deinen Hund daran zu gewöhnen. Es erspart dir später reichlich Arbeit.
  7. Verzichte in deinem Garten auf Dünger oder Pestizide – musstest du den Rasen düngen, halte deinen Hund einige Tage davon fern.
  8. Richte deinem Hund eine Stelle im Garten ein, wo er sein Hundespielzeug hat und auch in der Erde buddeln darf.
  9. Lasse keine Werkzeuge oder Gegenstände im Garten liegen, an denen sich dein Hund verletzen könnte.
  10. Richte ein Kräuterbeet ein mit Pflanzen wie Minze, Melisse oder Lavendel und ähnlichen Pflanzen, damit dein Hund was zum Schnüffeln hat. Achte dabei auf ungefährliche Pflanzen für Hunde.

Wenn du diese Tipps für einen hundefreundlichen Garten konsequent umsetzt, hast du einerseits einen schönen Garten mit der einen oder anderen Pflanze, die für Tiere geeignet ist. Andererseits schaffst du ein kleines Paradies für Hunde, wo alles da ist, was Hunde lieben und brauchen.

Manchen Pflanzen sind sowohl für Hunde als auch für Menschen bedenklich

Achtung – viele Pflanzen haben aggressive Blüten und sind mit Blättern versehen, die nicht nur eine Gefahr und giftig für Hunde und andere Vierbeiner sind. Vielmehr können die Pflanzenteile oder der Saft der Pflanze auch für Menschen gesundheitsschädlich sein.

Achte darum bei der Wahl der Bepflanzung deines Gartens darauf, nur Blumen und Pflanzen auszuwählen, die für alle Beteiligten unbedenklich sind, bevor noch etwas passiert.

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