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Blasenentzündung

Zystitis (Blasenentzündung)

Was ist eine Zystitis

An einer Zystitis, auch als Blasenentzündung bekannt, können Hündinnen sowie Rüden erkranken. Es handelt sich um eine sehr schmerzhafte bakterielle Entzündung im Bereich der unteren Harnwege.

Ursache

Die Ursache für eine Blasenentzündung sind meist Bakterien, welche über die Harnröhre in die Blase gelangen und sich dort vermehren. Aber auch Harnsteine, Viren, Pilze oder Parasiten können eine Harnwegsentzündung auslösen.

Die Bakterien breiten sich nicht nur in der  Blase, sondern auch in den umliegenden Organen wie zum Beispiel der Niere aus. Bei den unten stehenden Symptomen sollte deshalb möglichst schnell ein Arzt aufgesucht werden.

Symptome

  • verstärkter Harndrang
  • starke Schmerzen
  • Geruch und Farbe des Urins verändern sich
  • unkontrollierter Harnablass
  • Fieber (wenn Nieren betroffen sind)
  • schmerzhafte Versuche Urin abzulassen, wobei nur Tröpfchen kommen

Diagnose

Die Diagnose erfolgt mittels einer Urinuntersuchung. So können Bakterien schnell nachgewiesen werden und mit einer entsprechenden Behandlung begonnen werden. Besteht der Verdacht auf Veränderungen im Bereich der Niere, wird zusätzlich eine Blut-, Röntgen- und Ultraschalluntersuchung vorgenommen.

Behandlung

Ist die Entzündung aufgrund von Bakterien oder Viren entstanden, wird oftmals ein Antibiotikum zur Heilung verabreicht. Handelt es sich aber um eine Blasenentzündung, welche aufgrund von Nierensteinen oder eines Tumors entstanden ist, ist ein operativer Eingriff notwendig.

Während der Infektion sollte man darauf achten, dass der Hund genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Viele Tierärzte raten auch zu lauwarmem Kamillen- oder Fencheltee, da diese heilend wirken. Weiterhin sollte man mit dem Hund öfter rausgehen, sodass er die Blase entleeren kann und so die Bakterien aus dem Körper geschwemmt werden.

Vorbeugung

Hündinnen erkranken schneller und häufiger an einer Blasenentzündung als Rüden, da die Harnröhre der Hündinnen um einiges kürzer und breiter ist. Bakterien haben es so einfacher, in die Blase zu gelangen. Ebenfalls zeigen Hündinnen, welche kastriert sind, eine vermehrte Neigung zur Blasenentzündung. Dies ist auf den meist niedrigen Östrogenspiegel zurückzuführen.

Weiterhin sind ältere Hunde häufiger betroffen als Junghunde, da das Bindegewebe mit der Zeit an Festigkeit verliert und auch das Immunsystem nicht mehr ganz so stark ist wie in jungen Zeiten.

Als Vorbeugung im Allgemeinen sollten Hunde bei kaltem und nassem Wetter nicht lange draussen auf dem Boden sitzen oder liegen. Ebenfalls sollte bei eisigen Temperaturen das Baden im See unterbunden werden. Zu Hause ist es sinnvoll, den nassen Hund abzutrocknen.

 

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