Startseite / Hunderassen / Kleiner Münsterländer » Rassebeschreibung
Kleiner Münsterländer

Kleiner Münsterländer » Rassebeschreibung

Widerristhöhe: Rüden 52-56 cm / Hündinnen 50-54 cm
Gewicht: beide zwischen 18-25 Kilo
Lebenserwartung: 12-14 Jahre
Herkunft: Deutschland
Art: Jagdhund
Charakter: der Kleine Münsterländer ist lernwillig, aktiv, freundlich
Farben: braun, weiß-braun, Braunschimmel, schwarz-weiß, schwarz

Verhalten und Wesen vom Kleinen Münsterländer

Diese Rasse ist für die Jagd gezüchtet. der Kleine Münsterländer ist der kleinste unter den Vorstehhunden. Er hat einen durchaus harmonischen Körperbau und wirkt auf uns als ein sehr sympathischer Zeitgenosse.

Er ist stets bemüht, es jedem recht zu machen. Bei der Jagd ist er immer zuverlässig beim Stöbern und vor allem beim freudigen Apportieren. Dabei macht er selbst bei Füchsen keine Ausnahme. Hervorzuheben ist seine ausgesprochene Raubwildschärfe. Auch bei Schwarzwild ist er stets an vorderster Front anzutreffen.

Apportiertes Wild verteidigt er anderen Hunden gegenüber gern als sein Eigentum. Der Münsterländer ist familienfreundlich und kommt sehr gut mit Kindern aus.

Vor allem aber ist er ein Arbeitshund, keinesfalls ein Zwingerhund. Man merkt ihm beim Umgang an, dass er den Drang zur Arbeit hat. Deshalb ist er gut geeignet für Sportarten wie beispielsweise den Hundesport Agility.

Ursprung und Geschichte

Schon der Name verrät, dass er aus dem Münsterland stammt, letztendlich gezüchtet aus der alten Hunderasse „Wachtelhunde“. Zunächst hieß die Züchtung „Heidewachtel“. Durch Verpaarung mit dem „Dorstener Stamm“ entstand später die Bezeichnung „Münsterländer“. Edmund Löns, ein Bruder des Dichters Hermann Löns, setzte sich durch die Zucht der Kleinen Münsterländer ein Denkmal.

Mehr Informationen zur Geschichte liefern Bücher wie „Heidewachtel *“ und „Kleiner Münsterländer *“.

Der Kleine Münsterländer hat keine züchterischen Gemeinsamkeiten mit dem Großen Münsterländer, wie manchmal in Berichten im Internet nachzulesen ist.

Haltungsempfehlung

Sein ausgeglichenes Wesen ist jedoch keine Empfehlung, ihn als reinen Haushund zu halten. Seine Bezugsperson steht an erster Stelle und er verteidigt diesen mit aller Schärfe. Auch mit anderen Hunden versteht er sich in der Regel sehr gut, allerdings sollten diese nicht zu nah mit seiner Bezugsperson in Berührung kommen.

Trotz seiner zuvorkommenden Art braucht der Kleine Münsterländer eine konsequente und stramme sichere Führung.

Nachts im Zwinger ist für ihn kein Problem, wenn er tagsüber seine Freiheit hat und nicht im Zwinger ist. Er ist kein Stubenhocker, vielmehr will er arbeiten.

Beschäftigungs­möglichkeiten

Am besten ist es, wenn der Kleine Münsterländer in Jägerhände kommt. Dafür ist er gezüchtet und geboren. Für den Jäger ist ein gut ausgeglichener Begleiter ein Muss. Nichts was schlimmer ist, wenn er mit einer „Möhre“ unterwegs sein muss.

Das setzt darum voraus, dass eine gründliche Ausbildung erstrangig ist. Je intensiver, desto besser. Und das kommt dem Kleinen Münsterländer besonders entgegen. Denn er will arbeiten und es macht Spaß, wenn dadurch seine hervorragenden Eigenschaften wie

  • Arbeitsfreunde,
  • Finderwillen zu Lande und zu Wasser
  • und zum Apportieren

zu Tage treten.

Nichtjäger sollten auf jeden Fall ein Programm in petto haben, wie der Hund zu beschäftigen ist. Wie und in welcher Form ist letztendlich egal. Er macht bei allem freudig mit.

Auch zur Ausbildung als Rettungshund ist er zu empfehlen. Als Begleithund für Besuche im Seniorenheimen oder Kindertagesstätten ist er stets willkommen.

Böshaftigkeit ist ihm fremd.

Trockenkauknochen und Pansen sollte zwischendurch stets auf den Speiseplan stehen.

Krankheiten

Beim Kauf eines Kleinen Münsterländers ist die Wahl eines anerkannten Züchters von immenser Bedeutung. Man kann dann sicher sein, dass dieser kranke Tiere aus der Zucht nimmt. Das schließt aus, dass sich Krankheiten ausbreiten können. Ein Züchter, der Wert auf den Ruf seines Zwingers legt, nimmt einen Welpen zurück, falls dieser sich als nicht gesund erweist.

Um Krankheiten rechtzeitig zu entdecken, ist ein regelmäßiger Bericht eines Tierarztes wichtig. Dieser weist auf die notwendigen Impfungen hin.

Der Kleine Münsterländer ist ein robuster Hund. In wenigen Fällen hat man Hüftgelenksdysplasie / HD beobachtet, allerdings nicht häufig.

Auch Autoimmun-Erkrankungen kommen in seltenen Fällen vor, ebenso Hauterkrankungen.

Entropium

Häufiger sind Augenkrankheiten zu beobachten, wie Entropium. Das untere Augenlied rollt sich dabei ein, so dass die Wimpern auf der Hornhaut schleifen. Man spricht dabei von einer Trichiasis. Diese Erkrankung kann zu Entzündungen führen. Hier findest du mehr Informationen über Entropium bei Hunden.

Dir gefällt der Artikel? Dann bewerte ihn und teile ihn mit Deinen Freunden!
[Bewertungen insgesamt: 0 Durchschnitt: 0]

Das könnte dir auch gefallen:

Bayerischer Gebirgsschweißhund

Bayerischer Gebirgsschweißhund / BGS » Rassebeschreibung

Widerristhöhe: Bayerischer Gebirgsschweißhund Rüde 47 – 52 cm / Hündin 44 – 48 cm Gewicht: …