Startseite / Krankheiten / Ikterus (Gelbsucht) beim Hund
Ikterus

Ikterus (Gelbsucht) beim Hund

Was ist ein Ikterus (Gelbsucht) bei Hunden?

Bei der Gelbsucht handelt es sich um eine Erkrankung der Leber. Dieses Organ hat eine lebenswichtige Funktion im Körper des Hundes. Sie ist zuständig für die Produktion lebenswichtiger Proteine, die Verwertung von Nahrungsbestandteilen sowie den Abbau und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten.

Bei einem Ikterus, oftmals auch als Gelbsucht bezeichnet, gelangen die beiden Gallenbestandteile Bilirubin und Gallensäure aufgrund verschiedener Ursachen (siehe weiter unten), in die Blutbahnen des Körpers.

Als Folge kommt es zu einer Gelbfärbung der Schleimhäute im Mund, den Augen sowie den Ohren und im Genitalbereich. Auch der Urin ist dunkler und gelber als gewöhnlich.

Nicht nur Hunde, sondern auch Katzen können von der Krankheit betroffen sein. Diese ist jedoch nicht ansteckend.

Ursache

Die sogenannte Gelbsucht wird in drei verschiedene Ursachen aufgeteilt:

Intrahepatischer Ikterus

Diese Art von Gelbsucht wird bei Hunden am meisten festgestellt. Als Ursache gibt es verschiedene Infektionskrankheiten wie

  • Hepatitis,
  • Leptospirose,
  • Salmonellose,
  • Toxoplasmose
  • sowie Entzündungen der Leber oder Bauchspeicheldrüse.

Auch Vergiftungen (Pflanzen) oder Tumore können zu einem Intrahepatischem Ikterus führen.

Prähepatischer oder hämolytischer Ikterus

Diese Art kommt nur sehr selten vor. Ursache dafür ist eine Blutarmut aufgrund einer autoimmunbedingten Anämie, Blutparasitosen, Babesiose oder Vergiftung (Pflanzen). Durch die Zerstörung der roten Blutkörperchen gelangen mehr Abbauprodukte als normal in die Leber, wodurch die Leber nicht mehr alles zeitgerecht verarbeiten kann.

Exrahepatischer oder Verschlussikterus

Hierbei handelt es sich um einen Verschluss des Galleneingangs, wobei ein Gallenstau die Folge ist.  Diese Art von Ikterus muss operativ behandelt werden.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt wie bei jeder Krankheit direkt beim Tierarzt. Dieser wendet verschiedene Untersuchungsmethoden (Ultraschall, Röntgen, Bluttest) an, um die genaue Ursache für die Gelbsucht herauszufinden.

Behandlung der Gelbsucht bei Hunden

Die Gelbsucht an sich ist nur ein Überbegriff für verschiedene Krankheiten. Die Behandlung erfolgt deshalb ursachenspezifisch. Dafür sind oben genannte Tests ausschlaggebend.

Begleitend zur spezifischen Behandlung kommt in der Regel eine Infusionstherapie dazu, um die hohe Farbstoffkonzentration im Blut „auszuwaschen“. Das schützt die verschiedenen Organe vor zusätzlichen Schädigungen.

Dir gefällt der Artikel? Dann bewerte ihn und teile ihn mit Deinen Freunden!
[Bewertungen insgesamt: 4 Durchschnitt: 5]

Das könnte dir auch gefallen:

Erbliche Nekrotisierende Myelopathie

Erbliche Nekrotisierende Myelopathie (ENM) beim Hund

Was ist eine Erbliche Nekrotisierende Myelopathie? Bei einer Nekrotisierenden Myelopathie handelt es sich um eine …