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Giardien

Giardien bei Hunden

Was sind Giardien?

Giardien sind kleine Parasiten, die sich in der Darmschleimhaut des Hundes absetzen. Dort findet eine millionenfache Vermehrung statt. Die Giardien breiten sich aus, indem sich zwei der Parasiten als Paar in einer schützenden Umhüllung mit dem Kot ausscheiden lassen. Man spricht dabei von sogenannten Zysten. Diese können monatelang ausserhalb des Körpers überleben. Besonders wohl fühlen sich Giardien im Wasser. Übrigens sind die fiesen Parasiten auf der ganzen Welt vertreten.

Ursachen einer Giardien-Infektion

Die Aufnahme erfolgt über das Trinken von infizierten Wasser, Kot oder Nahrung. Aber auch durch gegenseitiges Berühren der Schnauzen kann eine Übertragung erfolgen. Im Falle einer Infektion gilt eine hohe Hygieneanforderung, sodass der Kreislauf durchbrochen werden kann.

Arten von Giardien-Infektionen

Insgesamt sind 41 Giardienarten bekannt. Bei Hunden findet man vor allem zwei Arten, welche auch als Humaninfektion weit verbreitet sind. Es handelt sich um die Arten „Giardia duodenalis“ und „Giardia intestinalis“. Es werden meistens die Genotypen D und C nachgewiesen. Aber auch Typ A, welcher verantwortlich für die Giardien-Infektion beim Menschen ist, kommt bei Hunden vor.

Giardien Hund
Die fiesen kleinen Parasiten. © schmidty4112

Symptome

Oft zeigen nur Jungtiere oder geschwächte Tiere Symptome. Dabei handelt es sich um folgende Anzeichen:

  • blutig-schleimiger Durchfall
  • Bauchkrämpfe
  • Erbrechen
  • Welpen magern schnell ab
  • mattes Fell
  • Hautentzündungen
  • Kot ist hell bis gelblich gefärbt
  • Kot hat starken Fäulnisgeruch
  • manche Hunde haben Blähungen und Bauchschmerzen

Während einer Infektion kann unser Vierbeiner ständig andere Hunde anstecken. Die Problematik besteht vor allem darin, dass man bei einer Ansteckung erst einmal von einer normalen Durchfallerkrankung ausgeht und so nicht gegen die Parasiten vorgeht. Hunde, welche einen Befall haben, fressen mehr als gewöhnlich, verlieren aber trotzdem an Gewicht. Interessant dabei ist, dass die Aufnahme von Kohlenhydraten das Auftreten der genannten Symptome fördert.

Diagnose

Eine endgültige Diagnose kann nur durch die Untersuchung vom Kot erstellt werden. Kotproben müssen über mehrere Tage eingesammelt werden. Grund dafür ist, dass die Anzahl der ausgeschiedenen Tierchen unterschiedlich ist.

Behandlung

Bei einer nachgewiesenen Infektion wird der Hund mit Medikamenten, welche den Wirkstoff Fenbendazol oder Metronidazol enthalten, behandelt. Medikamente mit diesem Inhaltsstoff töten Parasiten ab. Meist muss die Behandlung mehrfach wiederholt werden, bis alle Parasiten aus dem Körper entfernt worden sind. Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung empfiehlt der Tierarzt, dem Tier Schonkost zu verabreichen. Milch und Kohlenhydrate sind in dieser Zeit verboten, da diese die Vermehrung fördern.

Hygiene bei Behandlung

Da die Parasiten auch ausserhalb des Körpers überleben, ist es ganz wichtig, dass in der gewohnten Umgebung des Hundes alles sauber ist. Hundeartikel wie Spielzeug, Körbchen und Napf sollten regelmässig desinfiziert oder mit kochendem Wasser abgespült werden. Wichtig ist auch, dass nach jedem Spaziergang das Hinterteil des Hundes gesäubert wird, sodass das Fell frei von den Parasiten ist.

Vorbeugende Massnahmen

Allgemeine hygienische Massnahmen sind sehr wichtig. Spielzeug sowie Hundebett sollten regelmässig gereinigt werden. Zusätzlich solltest Du darauf achten, dass Dein Hund nicht aus abgestandenen Gewässern und Pfützen trinkt.

 

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